• Landespokalfinale SV Babeslsberg 03 gegen FC Energie Cottbus: Hochkarätige Besetzung an der Pfeife

Landespokalfinale SV Babeslsberg 03 gegen FC Energie Cottbus : Hochkarätige Besetzung an der Pfeife

Der Fußball-Landesverband Brandenburg hat die Leitung des Pokalfinals zwischen dem SV Babelsberg 03 und Energie Cottbus in die Hände von Jan Seidel gelegt. Er ist ein international erfahrener Referee, der als Assistent an der Linie sogar schon Champions-League-Einsätze hinter sich hat.

Für gewöhnlich an der Seitenlinie. Jan Seidel ist als Schiedsrichterassistent auf Ebene des Weltverbandes Fifa eingestuft - so weit oben im Referee-Ranking liegt nur ein weiterer Brandenburger.
Für gewöhnlich an der Seitenlinie. Jan Seidel ist als Schiedsrichterassistent auf Ebene des Weltverbandes Fifa eingestuft - so...Foto: DFB

Mehr Brisanz kann ein Fußballspiel zwischen Brandenburger Mannschaften nicht haben: Landespokalfinale, SV Babelsberg 03 gegen FC Energie Cottbus. Eine große Herausforderung für den Schiedsrichter. Entsprechend hochkarätig wurde der Posten besetzt, denn mit Jan Seidel wird ein international erfahrener Mann die Partie leiten.

Der 33-Jährige ist seit 2016 als Schiedsrichterassistent auf Ebene des Weltverbandes Fifa eingestuft. Brandenburgweit liegt nur der Zossener Stefan Lupp auch so weit oben im Referee-Ranking wie der Unparteiische aus Oberhavel. Zum Gespann der Hauptschiedsrichter Daniel Siebert oder Tobias Stieler zählend amtiert er in der 1. Bundesliga ebenso an der Seitenlinie wie in der Europa League oder gar Champions League. Auch bei der U21-Europameisterschaft 2017 war Jan Seidel, der dem SV Grün-Weiß Brieselang angehört, im Einsatz. Selber gepfiffen hat er bis hoch in die 3. Liga. „Schiedsrichterei ist ein Leistungssport“, sagte Jan Seidel einmal im Gespräch mit den PNN. Training zur körperlichen Fitness, eine umfangreiche Auseinandersetzung mit den Teams in der Spielvorbereitung sowie Weiterbildungen würden großen Aufwand erfordern.

Als aktiver Spieler einst bei den Potsdamer Kickers

Seinen Weg in die Fußballwelt fand der gebürtige Berliner als aktiver Spieler. In Groß Glienicke aufgewachsen trug er das Trikot der Potsdamer Kickers. Mit 14 Jahren schlug Jan Seidel die Schiedsrichterlaufbahn ein. Doch er tritt auch weiterhin selbst gegen den Ball. Etwa beim regelmäßigen Treffen der havelländischen Referees, mit denen Seidel auch an der Deutschen Fußballschiedsrichter-Meisterschaft teilnimmt – wie 2016 in Beelitz. Es helfe, das Spiel aus Perspektive eines kickenden Akteurs wahrzunehmen, „um nachzuvollziehen, was Spieler bei einem Foul oder einer Entscheidung womöglich denken“, erklärte er damals. Das richtige Gespür für den Moment muss entwickelt werden. Es ist besonders wichtig, wenn ein Match aufgeheizt ist.

Am Pfingstmontag ist das zu erwarten. Beide Rivalen kämpfen auf dem Rasen um viel. Die lukrative Qualifikation für den DFB-Pokal. Den Ruhm. Das Prestige in der Mark. Dazu kommen viele Zuschauer, die für eine intensive Atmosphäre sorgen werden. Die besten Spiele seien für ihn immer, wenn die Stimmung gut ist, von ihm als Schiedsrichter aber niemand etwas will, so Jan Seidel. „Aber es würde mir vermutlich auch fehlen, wenn die Emotionen im Spiel nicht mehr da wären.“ Sie werden beim Landespokalendspiel da sein. Ganz gewiss. Und danach wartet bereits die nächste reizvolle Herausforderung auf den Angestellten der Investitionsbank Berlin. Die internationale Bühne ruft wieder. Am 2. Juni assistiert er Tobias Stieler im Testspiel des deutschen WM-Vorrundengegners Schweden gegen Dänemark. 

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