• Künftig ohne Modersitzki und Goergen

Sport : Künftig ohne Modersitzki und Goergen

Eintracht Stahnsdorf muss zwei ambitionierte Flügelspieler ziehen lassen, weil die 2. Regionalliga keine Plattform bietet

Eintracht Stahnsdorf muss zwei ambitionierte Flügelspieler ziehen lassen, weil die 2. Regionalliga keine Plattform bietet Mit Tim Modersitzki und Gerrit Goergen verlassen gleich zwei der jüngsten, aber auch bereits besten Spieler, den RSV Eintracht Stahnsdorf. Modersitzki, der zuletzt den Sprung in die deutsche U20-Nationalmannschaft schaffte, spielt künftig für TuS Lichterfelde in der 1. Regionalliga, Goergen wechselt zum ASV Berlin. Für den RSV Eintracht sind diese Abgänge auf der einen Seite natürlich sehr bitter, aber auf der anderen Seite trifft dies den Verein nicht wie aus heiterem Himmel. Mit Thomas Baumgartner, Michael Jankowski und Martin Scholtes stehen bereits drei Neuzugänge fest, die ebenso wie Modersitzki und Goergen allesamt Flügelspieler sind. „Wir mussten damit rechnen, dass insbesondere unsere jungen Spieler heiß umworben werden. Natürlich hätte es mich sehr gefreut, wenn sie geblieben wären. Aber ich kann ihre Motive absolut nachvollziehen“, erklärte Trainer Vladimir Pastushenko. Modersitzkis Engagement in der Nationalmannschaft gilt als entscheidender Wechselgrund. „Alle anderen Nationalspieler sind mindestens in der ersten Regionalliga oder höher aktiv. Ich war stets der einzige aus der zweiten Regionalliga und habe es daher beim Bundestrainer sehr schwer.“, erklärt der 19-jährige Abiturient, der nun sechs Mal in der Woche beim Kooperationspartner vom Bundesligisten Alba Berlin unter Trainer Henrik Rödl trainieren wird. „Das letzte Jahr beim RSV mit der Mannschaft, dem Trainer und dem Umfeld hat sehr viel Spaß gemacht. Zudem habe ich mich sehr gut weiter entwickeln können. Daher fiel mir der Wechsel auch alles andere als einfach“, fügt Modersitzki an. Auch Gerrit Goergen will sich künftig eine Spielklasse höher. Nachdem er bereits mit 18 Jahren beim TuS Lichterfelde in der 2. Bundesliga zum Einsatz kam, bedeute ein partieller Hörverlust auf einem Ohr zunächst das Aus seiner Basketballambitionen in der Bundesliga. So kam Goergen während der letzten Saison zum RSV, startete einen Neuanfang und war maßgeblich (10,2 Punkte pro Spiel) an den guten Ergebnissen der Rückrunde und damit am Klassenerhalt beteiligt. Für besondere Furore sorgte er zudem bei den Ostdeutschen U20-Meisterschaften, als er im Halbfinale gegen den Ausrichter USV Halle unglaubliche 49 Punkte erzielte. „Wenn es danach gehen würde, wo mir Basketball am meisten Spaß macht, dann wäre ich beim RSV geblieben. Aber nach meinem Abitur würde ich gern wieder in die zweite Bundesliga zurück. In der 1. Regionalliga kann ich eher auf mich aufmerksam machen als beim RSV“, erklärt Goergen. bol