• Karl-Liebknecht-Stadion in Babelsberg: Abknickbare Flutlichtmasten werden repariert

Karl-Liebknecht-Stadion in Babelsberg : Abknickbare Flutlichtmasten werden repariert

Das Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion hat mit abknickbaren Flutlichtmasten eine Besonderheit zu bieten. Allerdings ist die Technik anfällig. Deshalb muss sie jetzt generalüberholt werden.

Um die Sichtachsen im Welterbepark zu wahren, wurden 2001 Knick-Flutlichter errichtet.
Um die Sichtachsen im Welterbepark zu wahren, wurden 2001 Knick-Flutlichter errichtet.Foto: Sebastian Gabsch

Potsdam - Der SV Babelsberg 03 (SVB) lässt die abknickbaren Flutlichtmasten im Karl-Liebknecht-Stadion generalüberholen. Am Donnerstag beginnen insgesamt zweiwöchige Sanierungsmaßnahmen, in deren Zuge auch eine neue Technik eingebaut wird, die eine Reparatur künftig auch im abgeknickten Zustand erlaubt. Das sagte SVB-Stadionmanager Steve Müller am Montag auf PNN-Anfrage.

Grund für die Reparatur sind demnach statische Probleme an den Gelenken der vier Masten. Seit rund anderthalb Jahren seien diese daher in Absprache mit der Stadt und der Schlösserstiftung voll ausgefahren und nicht mehr abgeknickt worden, so Müller. Bekanntlich waren die 2001 errichteten Flutlichtmasten mit Gelenken ausgestattet worden, um sie abknicken zu können, wenn sie nicht gebraucht werden – ein Novum in Deutschland. Grund war die unmittelbare Nachbarschaft zum Welterbepark Babelsberg, dessen Sichtachsen nicht gestört werden sollen.

Verkehrsbeeinträchtigungen durch die Sanierungsmaßnahmen

In der Folge ging die offenbar störungsanfällige Technik mehrfach kaputt, Stadt und Verein stritten sich darum, wer die Reparaturen bezahlen muss. Als Kompromiss wurde schließlich zwischen beiden Parteien ein Betreibervertrag ausgehandelt, der dem Verein jährliche Zuschüsse in Höhe von 415.000 Euro garantiert. Aus diesem Topf werde nun auch die 320.000 Euro teure Sanierung der Masten bezahlt, sagte Müller. Monatelang hätten Statiker an einer Lösung getüftelt, wie man die Masten so aufrüsten könne, dass sie künftig auch in abgeknickten Zustand gewartet und repariert werden können. Dafür werde nun ein zusätzlicher Bolzen in die Gelenke eingebaut. Dieser erlaubt es, andere Bolzen auszutauschen, ohne dass dies die Gesamtstatik gefährdet.

Im Zuge der Bauarbeiten kommt es in der Karl-Liebknecht-Straße zu Verkehrseinschränkungen. Weil ein Kran aufgestellt werden muss, wird die Straße zwischen Concordiaweg und Sternwarte am Donnerstag und Freitag sowie am 1., 2., 4., 5., 8. und 9. Juli voraussichtlich jeweils von 6 bis 22 Uhr voll gesperrt. Davon betroffen ist hauptsächlich die Buslinie 616, die über Alt Nowawes umgeleitet werden muss. Auch der Parkplatz Karl-Liebknecht-Straße/Ecke Concordiaweg wird drei Tage lang gesperrt.