• Jahresprojekt "Die Firma läuft": Die Firma läuft weiter

Jahresprojekt "Die Firma läuft" : Die Firma läuft weiter

Die drei Unternehmen, die bei der „Brandenburg läuft“-Initiative etwas für die Mitarbeitergesundheit getan haben, wollen das Training fortführen. Derweil geht das Projekt landesweit in die nächste Runde.

Mehr als Laufen. Dehnungs- und Entspannungsübungen gehören beim Projekt „Brandenburg läuft“ ebenso zum Programm wie die Kräftigung der Muskulatur – hier praktiziert von Mitarbeitern des Ingenieurbüros VIC mithilfe von Thera-Bändern. Foto/Archiv: B. Stelley
Mehr als Laufen. Dehnungs- und Entspannungsübungen gehören beim Projekt „Brandenburg läuft“ ebenso zum Programm wie die Kräftigung...

Es läuft! Nach einem Dreivierteljahr wöchentlichen Trainings mit Mitarbeitern von drei Firmen aus Potsdam und dem Umland ist die gleichlautende Bilanz: Es hat gut getan. Jede Woche wurde etwas dafür getan, mehr Bewegung in die Firma zu bringen: wohltuende Aktivität nach einem bewegungsarmen Arbeitstag am Schreibtisch, ausgleichende Bewegung nach einseitiger Belastung, etwas mehr Körperarbeit nach reichlich Fingerakrobatik auf der PC-Tastatur.

Der späte Montagnachmittag für das Veranstaltungsteam des Kongresshotels Potsdam war reserviert für anderthalb Stunden Laufen, Dehnung und Entspannungsübungen. Der Feierabend für das Team der Verkehrs- und Ingenieurbau Consult GmbH in Potsdam begann jeden Dienstag erst nach einem ausgiebigen Trainingsausflug in den Babelsberger Park. Und der Schichtwechsel am Freitagmittag im Teltower Altenpflegeheim Bethesda hatte etwas von der sportlichen Übergabe des Staffelstabes.

Maßnahme des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Beim Projekt „Die Firma läuft“ der AOK Nordost, der Potsdamer Neuesten Nachrichten und der Potsdamer Laufschule gotorun ging es nicht um ein intensives Sportprogramm oder sportlichen Wettkampf. Vielmehr sollten mit dem Fitness- und Gesundheitsprogramm Formen zunächst herausgefunden und dann möglichst etabliert werden, die als Maßnahme im Rahmen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements geeignet sind.

Die Bedürfnisse stellten sich dabei recht unterschiedlich dar. Während die Babelsberger Ingenieure ihren Arbeitsalltag mit reichlich sportlichem Ehrgeiz kompensierten und dabei in den vergangenen Monaten eine gute Kondition entwickelten, tat der Hotel-Crew ein Mix aus Laufen und Entspannungsübungen gut. Die Altenpfleger des Bethesda benötigten vor allem viel Mobilisation und aktive Erholung – durch progressive Muskelentspannung (nach Jacobsen) fanden sie einmal pro Woche eine wohltuende Ruheoase.

Das Training hat viele positive Effekte

Ein Resultat, das die „Die Firma läuft“-Teilnehmer gemeinsam verbuchen konnten, formuliert stellvertretend Marita Bing vom Babelsberger Ingenieurbüro: „Das allgemeine Wohlbefinden hat sich durch das Training gesteigert.“ Zudem verbesserten sich das Bewegungsgefühl und die Körperwahrnehmung. Einschränkungen, Defizite und Mängel zu erkennen, war ein wichtiger Schritt zu Beginn. Daran zu arbeiten, war in der Folge Aufgabe und Zielstellung zugleich. Je häufiger die wöchentliche Aktivität, desto größer der Erfolg. Nach acht Monaten lassen sich keine Folgen messen, wie sich regelmäßige Bewegung als Maßnahme des betrieblichen Gesundheitsmanagements konkret auf den Krankenstand in einem Unternehmen auswirkt. Die Projekt-Teilnehmer berichten aber bereits von ersten positiven Effekten für ihre Gesundheit. „Ich hatte zuvor Probleme mit meinem Blutdruck. Bei einer Untersuchung wurde jetzt festgestellt, dass sich meine Werte deutlich verbessert haben, was natürlich auf das Sporttreiben zurückzuführen ist“, erklärt Michael Schubert, Haustechniker in dem Teltower Seniorenheim.

Dass alle drei Firmen den Wunsch haben, das wöchentliche Training fortzusetzen, ist ein großer Erfolg des Projektes „Die Firma läuft“. Zum einen führten die entdeckte Freude, aber auch die Einsicht in die Notwendigkeit für mehr körperliche Bewegung zu dem Wunsch einer Fortsetzung. Zum anderen förderten die Einheiten ein anderes kollegiales Miteinander und einen Teamgeist, die für jeden Einzelnen sowie die ganze Firma eine Bereicherung sind. Das bestätigt Adina Tangermann vom Kongresshotel-Team. Sie sagt: „In der lockeren Atmosphäre beim Sport kommt eine andere Form der Kommunikation zustande, die den Umgang dann auch auf der Arbeit angenehmer macht.“ PNN/tog

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