• Handball-Landespokal: Ausdauernd zum Pokalsieg

Handball-Landespokal : Ausdauernd zum Pokalsieg

Die Handballer des HV Grün-Weiß Werder verteidigen ihren Landespokaltitel. In der Schlussphase des Finals gegen den Ludwigsfelder HC spielen die Werderaner dabei ihre Stärke aus: Sie glänzen mit großer Kondition.

Cup-Gewinner. Die Werderaner bejubeln ihren Triumph in der MBS-Arena.
Cup-Gewinner. Die Werderaner bejubeln ihren Triumph in der MBS-Arena.Foto: J. Frick

Eine Geruchsmixtur aus Schweiß und Sekt lag am späten Sonntagnachmittag in der MBS-Arena-Luft. Die erste Komponente dieses Odeurs hatte sich über die 60 hart umkämpften Spielminuten des Handball-Landespokalfinals zwischen den Männern des HV Grün-Weiß Werder und Ludwigsfelder HC entwickelt. Die zweite kam nach dem Ende der Partie hinzu, als die Werderaner ihren 27:23 (11:14)-Erfolg mit der silbernen Trophäe in den Händen unter einer Sektdusche feierten.

Prickelnd wie das Blubberwasser war zuvor auch das Endspiel. Die beiden Oberliga-Rivalen zeigten zwar vor stimmungsvoller Kulisse keinen attraktiven Handball, aber einen mit ganz viel Leidenschaft. Robust und emotional ging es zur Sache. Bis weit in die zweite Halbzeit hinein hechelten die Grün-Weißen dabei einem Rückstand hinterher, denn sie offenbarten zu viele Lücken in der eigenen Defensive und blieben ihrerseits immer wieder an der massiven gegnerischen Abwehr hängen. „Wir haben uns bei unseren Angriffen aufgerieben“, befand Max Ziegler, der als Assistent von Silvio Krause die Blütenstädter trainiert.

Werder wieder im DHB-Amateurpokal dabei

Dass die Mannschaft von der Havel, die tags zuvor im Halbfinale 33:28 gegen Brandenburgligist HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf gewonnen hatte, aber doch ihren Titel verteidigte, lag an einer furiosen Schlussphase. „Wir wussten, dass wir Ludwigsfelde noch schlagen können, denn unsere Stärke ist die extrem gute Physis“, erklärte Rückraumspieler Dominik Nehls, mit sieben Treffern bester Grün-Weiß-Torschütze. „Wir haben das Tempo zum Ende hochgehalten und der Gegner konnte es nicht mehr mitgehen.“ Und so zog die ausdauernde Truppe erst gleich und dann davon.

Durch den Cup-Erfolg sind die Werderaner auch erneut für den nationalen DHB-Amateurpokal qualifiziert, bei dem ihnen in der vergangenen Saison der Vorstoß bis ins Viertelfinalturnier gelungen war. Den Landespokal der Frauen sicherte sich indes der MTV Altlandsberg. Der Drittligist siegte mit 30:28 nach Verlängerung gegen seinen Liga-Konkurrenten Frankfurter HC.

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