• Handball beim HV Grün-Weiß Werder: Zwischen Misserfolg und Kontinuität

Handball beim HV Grün-Weiß Werder : Zwischen Misserfolg und Kontinuität

Bei den Handball-Oberligamannschaften des HV Grün-Weiß Werder ist Entwicklungsarbeit gefordert. Die Männer stecken tief im Abstiegskampf. Die Frauen wollen sich stabilisieren - dazu soll Lucas Schönebeck langfristig beitragen. 

Foto: Swen Pförtner/dpa

Erfolg blieb am Wochenende für die Handball-Oberligateams des HV Grün-Weiß Werder gänzlich aus. Während die Männer mit einer weiteren Niederlage ihre Negativserie fortsetzten, mussten sich diesmal auch die Frauen geschlagen geben und konnten dabei nicht an ihre guten Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen. 

Die Grün-Weiß-Damen unterlagen in eigener Halle dem Drittliga-Absteiger SV Grün-Weiß Schwerin mit 23:27 (9:14). Dadurch rutschten die Blütenstädterinnen in der Tabelle auf Rang sieben ab und ließen den Kontrahenten aus Mecklenburg-Vorpommern auf einen Punkt heranrücken. „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut in der Deckung gestanden und vorne die Bälle zu einfach hergegeben“, sagte Trainer Lucas Schönebeck. Zum Ende der Partie habe sein Team dann viele Zeitstrafen kassiert und „keinen kühlen Kopf“ bewahrt. 

Herren am Samstag im Heimspiel gegen Top-Team von der Insel

Bereits vor dem Spiel hatte der Vorstand des Werderaner Vereins „ein Zeichen der Kontinuität“ gesetzt, wie es in einer Mitteilung hieß. Der Vertrag mit Schönebeck wurde vorzeitig verlängert. Erst im Sommer hatte der gerade einmal 22-Jährige den Trainerposten bei den Frauen von Steffen Scherping übernommen. Seine aktive Karriere beendete Schönebeck aufgrund von Verletzungssorgen. „Wir sind mit den Leistungen von Lucas äußerst zufrieden“, begründet die Clubführung den Schritt, nach nur wenigen Monaten bereits die Zusammenarbeit langfristig auszulegen. Schönebeck attestiert seiner Mannschaften „schon einen tollen Entwicklungsschritt“. Er wolle mit dem Team weiterhin an der Umsetzung seiner Idee von schnellem und attraktiven Handball feilen. „Außerdem möchte ich, dass wir uns stabilisieren und oben in der Tabelle mitmischen.“

Nach nur wenigen Monaten wurde der Vertrag mit Frauen-Coach Lucas Schönebeck verlängert. 
Nach nur wenigen Monaten wurde der Vertrag mit Frauen-Coach Lucas Schönebeck verlängert. Foto: Verein

Ganz anders die Lage bei Werders Männern. Im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Steffen Schieke hatte die Truppe erneut das Nachsehen – 22:26 (11:13) wurde beim Ludwigsfelder HC verloren. Interimscoach Niko Harnge urteilte, dass seine Mannschaft bis zur 45. Minute mit dem Brandenburger Rivalen auf Augenhöhe agiert, sich „teuer verkauft“ habe. „Anschließend hat bei uns die Kraft nachgelassen und der LHC hat seine Erfahrung ausgespielt“, so Harnge. 

In der Tabelle verbleiben die Grün-Weißen nach ihrer sechsten Saisonniederlage (alle zuletzt in Folge) auf dem drittletzten Platz – Abstiegsgefahr. Und nun steht bereits eine weitere ganz schwere Aufgabe bevor: Am Samstag ist der HSV Insel Usedom in der Sporthalle des Haeckel-Gymnasiums zu Gast (Beginn: 18.30 Uhr). Die Insulaner dominieren zusammen mit dem ebenfalls noch ungeschlagenen Stralsunder HV die Ostsee-Spree-Oberliga. Werders Frauen sind am selben Tag auswärts gegen die derzeit im Tabellenkeller stehende HSG Neukölln gefordert.