• Geher mit schnellem Zwischenschritt

Sport : Geher mit schnellem Zwischenschritt

Für Potsdams Geher stehen am kommenden Samstag die Berlin-Brandenburgischen Landesmeisterschaften auf dem Plan. „Wir machen das aus dem Training heraus“, beschreibt Bundes- und Landestrainer Ronald Weigel den Stellenwert der Titelkämpfe. Erfahrungsgemäß ist das Teilnehmerfeld bei den Landesmeisterschaften, die in der Berliner Rudolf-Harbig-Halle ausgetragen werden, ohnehin überschaubar.

Für die Potsdamer, bei denen unter anderem Nils Brembach und Janine Brandt an den Start gehen werden, sollen die Wettbewerbe über 5 000 bzw. 3 000 Meter gute Trainingsreize unter Wettkampfbedingungen sein. „Man kann auch aus Umfängen und Kraftausdauertraining, was wir derzeit trainieren, Schnelligkeit entwickeln“, so Weigel. Ob Christopher Linke, Neunter im 20-Kilometer-Wettbewerb bei der Leichtathlteik-Weltmeisterschaft in Moskau im vergangenen Jahr, übermorgen starten wird, will Weigel kurzfristig entscheiden. Nach Knieproblemen ist Linke erst seit einigen Wochen im Training. Definitiv nicht am Start sein wird Hagen Pohle: Der deutsche Juniorenmeister befindet sich nach einer Verletzung erst wieder im Aufbautraining.

Der Fokus der Potsdamer Geher-Spitze in diesem Jahr richtet sich Weigel zufolge auf den Weltcup Anfang Mai in China sowie auf die Leichtathletik-Europameisterschaft Mitte August in Zürich. Um für die Qualifikation für die beiden Jahres-Höhepunkte gut vorbereitet zu sein, werden die Kaderathleten im Februar ins Höhentrainingslager nach Südafrika fahren. „In knapp 2000 Meter und im profilierten Gelände haben wir dort gute Bedingungen“, so Weigel. Ein erster Gradmesser wird dann der Internationale Geherwettkampf am 17. März in Lugano sein.

Perspektivisch ist das Training bereits auf die Olympischen Sommerspiele 2016 ausgerichtet. Vier Athleten will Weigel in Rio an den Start bringen.

Die aktuelle Hallen-Misere am Luftschiffhafen störe die Geher wenig. „Aktuell kann man sehr gut draußen trainieren“, sagt Weigel. Ohnehin würden seiner Ansicht nach die Athleten es sich viel zu früh „in der Halle bequem machen“. Aus eigener Erfahrung wisse der einstige Weltklasse-Geher, dass Wintertraining im Freien oft eine Frage „des Kopfes und der Einstellung“ ist. pek