• Fußball auf Landesebene: Im tabellarischen Mittelfeld und Keller ihrer Ligen

Fußball auf Landesebene : Im tabellarischen Mittelfeld und Keller ihrer Ligen

Nach der Hinrunde kann keines der elf auf Landesebene kickenden Fußball-Teams aus der Region Potsdam große Aufstiegshoffnungen hegen. Zwei von ihnen stecken sogar in akuter Abstiegsgefahr: der RSV Eintracht 1949 und die SG Michendorf.

Die Auszeit war kurz. Ralf Baierl ist seit vielen Jahren gemeinsam mit Dieter Ceranski als Trainer-Duo tätig. Anfang der aktuellen Saison erklärten sie in Bornim ihren Rücktritt, inzwischen stehen die beiden wieder an der Seitenlinie: Sie coachen die abstiegsbedrohte SG Michendorf.
Die Auszeit war kurz. Ralf Baierl ist seit vielen Jahren gemeinsam mit Dieter Ceranski als Trainer-Duo tätig. Anfang der aktuellen...Foto: Benjamin Feller

Die Hinrunde auf Fußball-Landesebene ist beendet, der Ligabetrieb geht in die Pause. Auf einem vorderen Tabellenplatz – und damit große Aufstiegshoffnungen hegend – überwintert dabei keine der elf Mannschaften aus der Potsdamer Region, allesamt befinden sie sich stattdessen im tabellarischen Mittelfeld oder Keller ihrer jeweiligen Ligen.

Noch am besten positioniert ist derzeit Fortuna Babelsberg. Als Siebter in der Landesklasse West können die Stern-Kicker allerdings ihren Ambitionen auch nicht völlig gerecht werden, denn in dieser Saison wollte Fortuna möglichst auch wieder um die Spitzenplätze mitspielen, nachdem im Vorjahr der Aufstieg nur ganz knapp verpasst wurde. Erst am letzten Spieltag verloren die Babelsberger damals die Tabellenführung, die aktuell der Meyenburger SV Wacker innehat – mit elf Punkten Vorsprung auf Fortuna.

RSV Eintracht ist siegloses Brandenburgliga-Schlusslicht

Ganz andere Sorgen herrschen derweil beim RSV Eintracht 1949, dem Schlusslicht der Brandenburgliga. Zehn Niederlagen und fünf Unentschieden stehen beim noch sieglosen RSV zu Buche, der nach dem knapp gemeisterten Klassenerhalt in der vergangenen Spielzeit nun mit einer sehr jungen und von Verletzungssorgen geplagten Mannschaft arge Probleme hat. Bereits acht Zähler beträgt der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Aufgrund der Misserfolge kam es bei der Eintracht auch zu Veränderungen auf dem Trainerposten. Nach nur drei Liga-Partien wurde die Trennung von Chefcoach Jan Walle beschlossen, danach folgten mehrere Interimslösungen. Einen neuen Cheftrainer, der das Amt mit längerfristiger Perspektive bekleiden soll, wollen die RSV-Verantwortlichen in den kommenden Wochen präsentieren.

Eintrachts Liga-Lokalrivale, der Werderaner FC Viktoria, spielt indes unter dem ehemaligen RSV-Coach André Kather eine bisher ordentliche Saison. Die Blütenstädter sind Tabellenachter und erarbeiteten sich ein Polster von neun Punkten auf einen Abstiegsplatz.

Ceranski/Baierl bilden nun das Michendorfer Trainer-Duo

Weniger Luft nach unten haben der SV Babelsberg 03 II, FSV Babelsberg 74 und die SG Michendorf in der Landesliga Nord. Während die Lage bei den Babelsberger Klubs mit sieben beziehungsweise sechs Zählern Vorsprung noch recht beruhigend ist, steckt Michendorf in akuter Not. Auf Rang 14 liegend trennt die SGM nur ein Platz sowie Punkt von der Zone im Klassement, die am Saisonende den Abstieg bedeuten würde.

„Dass wir noch einen langen Kampf um den Klassenerhalt vor uns haben, ist hier allen klar. Uns Trainern, dem Vorstand und auch den Spielern“, sagt Ralf Baierl, der bei den Michendorfern Anfang November gemeinsam mit Dieter Ceranski das Kommando an der Seitenlinie übernommen hatte, nachdem Horst Strebe aus persönlichen Gründen zurückgetreten war. Einen Rücktritt haben Baierl/Ceranski in dieser Saison auch schon vollzogen – beim schwach in die Saison gestarteten Landesklasse-Vertreter SG Bornim. „Eigentlich hatten wir geplant, eine etwas längere Pause vom Trainer-Dasein zu nehmen“, erzählt Baierl, „aber als das Angebot aus Michendorf kam, hatte sich das erledigt.“ Denn zu sehr habe es gereizt, zur SGM zurückzukehren. Dorthin, wo die beiden bereits vor etwa zehn Jahren tätig waren. Zuvor bildeten sie schon ein Gespann bei Fortuna Babelsberg, danach in Werder und Bornim. Diese zwei gibt es nur im Doppelpack. Baierl meint: „Wir funktionieren gut zusammen, ergänzen uns gut. Und bisher hatten wir bei unserer gemeinsamen Arbeit auch durchaus immer Erfolg.“ In ihrer zweiten Michendorfer Amtszeit solle das auch der Fall sein, wobei das erste Ziel natürlich der Klassenerhalt ist. „Die Mannschaft“, findet Baierl, „hat Potenzial und daher werden wir am Ende auch drinbleiben.“

Bornim ist nach Trainerwechsel wieder auf Kurs

Und eben nicht hinab in die Landesklasse rutschen, wo ihr vorheriger Klub SG Bornim nach dem Trainerwechsel unter der Führung von Lars Philipp wieder auf Kurs ist. Als Achter der Weststaffel bewegt sich die SGB wie auch der zwei Plätze dahinter rangierende ESV Lok Potsdam, bei dem im Saisonverlauf Andree Recker den Trainerstab an Mike Weißfuß übergab, in ruhigen Gefilden. Zudem beweist Aufsteiger ESV Lok Seddin auf Rang elf mit sechs Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz seine Konkurrenzfähigkeit nach der Rückkehr auf die Landesfußball-Bühne. Und in der Landesklasse Ost hat der achtplatzierte Teltower FV sich in einer Tabellenregion zwischen Gut und Böse eingefunden. Sowohl nach oben als auch nach unten sind die Abstände sehr groß.

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