• Erst Sportplatz, dann Arena Vor dem Pokalfinale muss Turbine in Sand spielen

Sport : Erst Sportplatz, dann Arena Vor dem Pokalfinale muss Turbine in Sand spielen

Kontrastreicher könnte das Ambiente bei zwei aufeinanderfolgenden Fußballspielen wohl kaum sein. Am Sonntag (14 Uhr) gastiert der 1. FFC Turbine Potsdam zum vorletzten Bundesliga-Saisonspiel im Kühnmatt-Stadion des abstiegsbedrohten SC Sand. Wobei der Begriff „Stadion“ durchaus wohlwollend ausgedrückt ist. Vielmehr hat die Spielstätte den Charme eines Dorfsportplatzes. Zuschauerkapazität: 2000. Eine ganz andere Kulisse erwartet die Turbinen, wenn sie am Freitag kommender Woche das DFB-Pokalfinale gegen den VfL Wolfsburg im Kölner RheinEnergieStadion bestreiten werden. Bis zu 50 000 Fans können dort auf den Tribünen Platz nehmen, 10 000 Karten sind bereits verkauft.

„Das ist unser Saisonhighlight, darauf ist jetzt alles ausgerichtet. Daher wird das Spiel am Sonntag zur Bestandsaufnahme, wie weit wir bereits sind“, erklärt Turbine-Cheftrainer Bernd Schröder, der gegen Sand auf Asano Nagasato (Meniskusquetschung) verzichten muss. Fit, aber ohne Chance auf einen Einsatz ist Reserve-Torhüterin Anna Sarholz. Zum bevorstehenden Aus des Publikumlieblings meint Schröder: „Nach langen Überlegungen sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass Anna für ihre persönliche Entwicklung nach neun Jahren in eine andere Spur muss. Neben sportlichen Gründen wird der Vertrag also auch aus pädagogischer Sicht nicht verlängert.“

Anna Sarholz ist Abgang Nummer sieben am Ende der Saison. Neuverpflichtung sechs soll derweil nach der kommenden Ligapartie bekannt gegeben werde. „Neben Patricia Hanebeck und Allison Scurich wechselt noch eine weitere Spielerin aus Sand zu uns. Eine Stürmerin“, erzählt Potsdams Coach. Diesen Transfer hatte er bereits vor Ostern in Aussicht gestellt – nun soll er offiziell gemacht werden. Damit wildert Turbine also kräftig beim Aufsteiger aus Baden-Württemberg – dem aktuellen Drittletzten der Tabelle.

Zu Gast beim SC Sand war Turbine bisher übrigens erst einmal. Im Viertelfinale der DFB-Pokalsaison 2012/13 setzten sich die Potsdamerinnen beim damaligen Zweitligisten 1:0 durch. Im weiteren Verlauf des Wettbewerbs zog die Schröder-Elf sogar ins Finale von Köln ein, in dem sie vor immerhin fast 15 000 Zuschauern mit 2:3 unterlag – und zwar dem VfL Wolfsburg. Turbines zweite Auswärtspartie gegen Sand wird also zur Generalprobe für die Neuauflage des Endspiels von vor zwei Jahren. tog

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