• Potsdam: Diese Politiker wurden nicht gewählt

Zu wenig Stimmen : Abschiede aus der Stadtverordnetenversammlung

Bei der Kommunalwahl wurde eine neue Stadtverordnetenversammlung gewählt. Es gibt viele neue Gesichter, viele stadtbekannte Lokalpolitiker haben es nicht geschafft.

Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Bei der Kommunalwahl haben auch mehrere bekannte, teils langjährige Stadtverordnete ihr Mandat verloren. Für die SPD verpasste etwa der Ortsvorsteher von Fahrland, Claus Wartenberg, den Sprung ins Parlament, auch die Spitzenkandidaten Anke Michalske im Potsdamer Süden und Andreas Schlüter in Potsdam-West erhielten nicht genügend Stimmen. Aus dem Stadtparlament verabschieden muss sich auch Karin Schröter von den Linken, die zuletzt den Kulturausschuss führte und die nun im Potsdamer Westen scheiterte. Nicht mehr im Plenum vertreten ist ferner die Linke-Kreischefin Kati Biesecke im Potsdamer Süden und die bisherige Stadtpräsidentin Birgit Müller in der Innenstadt. Den Einzug ins Parlament verpassten aber auch die erstmals angetretene Linke-Landeschefin Anja Mayer in der Innenstadt und die parteilose Elternvertreterin Wiebke Kahl in Babelsberg. Bei der CDU ist Lothar Wellmann nicht mehr im Stadtparlament, er erhielt im Süden nicht genug Stimmen. Nicht mehr im Parlament sitzen auch Horst Heinzel aus Golm und Klaus Rietz aus Bornim – diese waren vor der Wahl von der CDU/ANW-Fraktion zum Bürgerbündnis gewechselt, was sich offensichtlich nicht auszahlte, obwohl Rietz immerhin noch 1000 Stimmen holte, Heinzel hingegen nur 288. Nur 372 Stimmen für die FDP bekam Johannes von der Osten-Sacken und halbierte damit sein Ergebnis von 2014. Auch Irene Kamenz von den Freien Wählern ist nicht mehr im neuen Stadtparlament vertreten, ebenso die Grünen-Bildungsexpertin Ingeborg Naundorf. Sie hatte sich aus persönlichen Gründen und auf eigenen Wunsch auf einen hinteren Listenplatz im Potsdamer Süden setzen lassen. Der Kreisverband der Grünen erklärte, man hätte die frühere Stadtverordnete, „die zum Erfolg der Grünen-Fraktion enorm viel beigetragen hat, sehr gerne wieder vorne aufgestellt“.

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