• Zu wenig Platz in Potsdam: CDU verlangt Masterplan für Sportstätten

Zu wenig Platz in Potsdam : CDU verlangt Masterplan für Sportstätten

Drei Christdemokraten fordern mehr Sportplätze in Potsdam, gerade im Norden. Dort könnte im Volkspark eine neue Sportanlage entstehen. Dabei sollen Bürger beteiligt werden

Der Potsdam Volkspark - hier könnte die neue Sportanlage entstehen
Der Potsdam Volkspark - hier könnte die neue Sportanlage entstehenFoto: Manfred Thomas Tsp

Potsdam - Nach einem Vor-Ort-Termin mit Anwohnern am Volkspark geht die Debatte um Sportstätten für den Norden der Stadt weiter. Von der CDU meldeten sich gleich mehrere Politiker zu Wort.  So brachte der CDU-Stadtverordnete Clemens Viehrig auch einen weiteren Standort ins Gespräch -eine Fläche gegenüber der Tramhaltstelle Jungfernsee. Diese habe "immer noch das größte Potenzial" für einen Gymnasialstandort mit angegliederten Sportflächen oder gar einem Sportzentrum für den Potsdamer Norden, erklärte Viehrig: "Ich fordere die Stadt auf, mit dem Land in Gespräche einzutreten und die Fläche aus dem dortigen Gartendenkmal herauszulösen." 

Gleich mehrere Sportplätze fehlen

In der Mitteilung der CDU hieß es auch, rund zehn wettkampftauglich Sportplätze würden in der gesamten Landeshauptstadt fehlen. „Wir können dieser Misere nur mit zügigen baulichen Lösungen Herr werden", so Viehrig. Daher wäre auch der von der Stadtverwaltung aus Kostengründen verworfene Sportplatz am Lerchensteig weiter nötig. "Es braucht einen Masterplan Sportstättenbau mit spürbaren Ergebnissen für die Potsdamer Vereine", so Viehrig. 

Clemens Viehrig.
Clemens Viehrig.Foto: promo

CDU fordert ergebnisoffene Debatte

"Wir brauchen jetzt einen ergebnisoffenen Prozess zum Sportplatzbau im Norden. Die Verwaltung hat dies zugesagt und wird sich daran messen lassen müssen. Ich werde den Prozess aktiv begleiten“, sagte Oliver Nill, Vorsitzender des CDU Stadtbezirksverbandes Nord-West, der auch eine von mehr als 1700 Menschen unterschriebene Internetpetition gegen den Sportplatzbau im Volkspark gestartet hatte. Der CDU-Stadtverordnete Matthias Finken wiederum verwies auf einen neuen Antrag für einen wettkampffähigen Sportplatz im Norden.

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Linke reagiert wenig erfreut

Organisiert hatten den besagten Vor-Ort-Termin die Stadtverordneten Uwe Adler (SPD) und Sascha Krämer (Linke). Dieser sagte, gemeinsam mit rund 200 Anwesenden habe man über Ängste, Bedarfe und Herausforderungen beim Thema Sportplatzbau diskutiert. Wie berichtet will das Rathaus eine neue große Sportanlage im Norden des Volksparks errichten, was nicht nur auf Gegenliebe stößt. "Ich freue mich jetzt schon auf die von der Verwaltung zugesagte Werkstatt zum Volkspark", sagte Krämer mit Blick auf die angekündigte Bürgerbeteiligung. 

In Richtung der CDU kritisierte Krämer gegenüber den PNN: "Wasch mich, aber mach mich nicht nass, so die CDU zur Sportplatzsituation in Potsdam. Plätze und Konzepte verlangen - aber wenn es konkret wird, dann stellen sie sich dagegen. Ein Tipp an die Kollegen der CDU: Politik wird mit dem Kopf und nicht mit dem Kehlkopf gemacht." Die CDU wiederum hatte sich bereits enttäuscht gezeigt, dass die Linken und andere Fraktionen nicht mehr den Platzbau am Lerchensteig unterstützen.

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