• Zu viel Wasser für Potsdams Fähre Keine Probleme bei Fährbetrieb in Caputh

Potsdam : Zu viel Wasser für Potsdams Fähre Keine Probleme bei Fährbetrieb in Caputh

Höherwasser. Weil der Havel-Pegel zu hoch ist, muss die Fähre F1 vertäut bleiben und kann nicht wie gewohnt fahren. F.: M. Thomas
Höherwasser. Weil der Havel-Pegel zu hoch ist, muss die Fähre F1 vertäut bleiben und kann nicht wie gewohnt fahren. F.: M. Thomas

Die Havel in Potsdam führt ungewöhnlich viel Wasser – der Wasserstand ist so hoch, dass der Potsdamer Verkehrsbetrieb (Vip) den Betrieb seiner Fähre zwischen Hermannswerder und Auf dem Kiewitt einstellen muss. Das bestätigte Vip-Sprecher Stefan Klotz am Dienstag. Die Fähre rage wegen des vielen Wassers derzeit 15 Zentimetern zu hoch über die Anlegestellen. „Damit ist kein sicherer Ein- und Ausstieg mehr möglich“, sagte Klotz. Bis zum Ende der Woche hoffe man, den Betrieb wieder aufnehmen zu können. Zumindest leicht erhöhte Wasserstände könnten durch die Rampe an der Fähre kompensiert werden, so Klotz.

Solche Probleme kennt Karsten Grunow derzeit nicht. Er ist der Betreiber der „Tussi II“-Havelfähre zwischen Caputh und Geltow – und diese fährt noch. „Wir merken zwar, dass durch den höheren Wasserstand die Strömung stärker geworden ist“, sagte Grunow. Doch müsste der Wasserstand noch um mindestens 20 Zentimeter ansteigen, bevor seine Fähre Probleme bekomme. Das liege neben der örtlichen Lage seines Betriebs auch an einzelnen technischen Voraussetzungen, die anders als in Potsdam seien, sagte Grunow: „Wir können erhöhte Wasserstände besser ausgleichen.“ Selbst beim letzten Hochwasser, das die Havel im Januar 2011 führte, habe man sich mit Ballaststeinen beholfen, um den Fährbetrieb aufrechterhalten zu können.

Damals hatte die Stadt für die Havel einen Pegelstand kurz vor der 1,70-Meter-Marke gemeldet. Es war bereits die Alarmstufe II ausgelöst worden – das bedeutet laut Stadtverwaltung zwar noch keine flächendeckende Gefahr, kann aber punktuell zu bedrohlichen Situationen an tief am Ufer liegenden Grundstücken führen. Für betroffene Grundstücksbesitzer waren damals von der Feuerwehr bereits Sandsäcke zur Verfügung gestellt worden. So weit ist es jetzt noch nicht. Allerdings ist der Wasserstand der Potsdamer Havel seit dem 29. Januar innerhalb einer Woche von 1,05 auf 1,41 Meter am Dienstagmorgen gestiegen. Dennoch gelten nach Angaben des Landesumweltamts noch keine Hochwasser-Warnstufen. Es lägen auch keine Erkenntnisse über Schäden oder Gefahren für die städtischen Uferwege oder Brücken vor, sagte Stadtsprecher Stefan Schulz auf Anfrage. HK