• Studentenbuden in Potsdam noch teurer geworden

Wohnen in Potsdam : Studentenbuden sind noch teurer geworden

Im Mittel muss man in Potsdam 340 Euro für eine Studentenunterkunft zahlen. Damit ist Potsdam der zweitteuerste Ort in den neuen Bundesländern.

Foto: Monika Skolimowska/dpa

Potsdam - Wohnraum für Studierende in Potsdam ist 2018 erneut teurer geworden. Laut einer Erhebung des Vermietungsportals immowelt.de wurden für eine Studentenbude mit bis zu 40 Quadratmetern Wohnfläche im Mittel 340 Euro verlangt, zehn Euro mehr als noch im Jahr davor. Damit ist Potsdam nach Berlin die teuerste Studentenstadt in den neuen Bundesländern, mit einigem Abstand folgen Jena mit 300 Euro und Erfurt mit 290 Euro. Cottbus ist mit nur 190 Euro sogar bundesweit die günstigste Stadt.

Potsdam landete im Bundesvergleich unter 68 Universitätsstädten mit einem Platz 30 immer noch im Mittelfeld. Spitzenreiter ist München, wo laut der Erhebung satte 790 Euro verlangt wurden. Berlin landete mit 470 Euro auf Platz vier.

Deutschlandweit wurden 90.000 Angebote ausgewertet

Für die Studie wurden den Angaben zufolge deutschlandweit rund 90.000 Mietangebote herangezogen. Berücksichtigt wurden nur Inserate, die auch tatsächlich angeklickt oder nachgefragt wurden – man habe ausschließen wollen, dass „unrealistische Angebote“ einfließen, wie ein immowelt-Sprecher auf PNN-Nachfrage erklärte. Zur Zahl der berücksichtigten Inserate in Potsdam wollte er keine Angaben machen. Berechnet wurde nicht die Durchschnittsmiete, sondern der Median aller Werte – was die Verzerrung durch einzelne Ausreißer nach unten oder oben verhindern soll.

Auffällig im Spitzenfeld der teuersten Städte: Dort sind die Mieten nicht nur hoch, sie sind auch im Vergleich zum Vorjahr überproportional gestiegen. In München wie auch Frankfurt/Main – Platz zwei mit 530 Euro – um 13 Prozent, in Stuttgart – Platz drei mit 500 Euro – sogar um 22 Prozent, in Berlin um 15 Prozent. Potsdam kam auf drei Prozent Wachstum.

Nicht überall ist die Miete für kleine Wohnungen im vergangenen Jahr teurer geworden: In 16 der untersuchten Städte blieb das Mietniveau gleich, in weiteren vier Städten wurde es sogar etwas günstiger. Abnehmende Mieten wurden demnach für Tübingen und Münster verzeichnet, die aber immer noch teurer als Potsdam sind. Aber auch in Halle (Saale) – mit 200 Euro – und Cottbus wurden die Angebote im Vergleich zum Vorjahr jeweils um fünf Prozent billiger. Die fünf günstigsten Städte in der Studie liegen im Osten der Republik: Neben Cottbus, Chemnitz und Halle (Saale) sind auch Magdeburg und Rostock mit je 220 Euro noch vergleichsweise erschwinglich. Auch Leipzig und Dresden sind mit 250 Euro beziehungsweise 270 Euro noch deutlich günstiger als Potsdam.