• Wohnen in Potsdam: Schubert will mehr auf Holz setzen

Wohnen in Potsdam : Schubert will mehr auf Holz setzen

Der Oberbürgermeister glaubt, dass Städte künftig auf andere Formen als die klassische Betonbauweise setzen. In Potsdam ist im Herbst ist ein öffentliches Holzbau-Forum geplant.

Mehrfamilienhaus aus Holz am Waldpark im Bornstedter Feld.
Mehrfamilienhaus aus Holz am Waldpark im Bornstedter Feld.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) will in Potsdam deutlich stärker als bisher auf Holz als Baustoff setzen. Dafür starte die Stadtverwaltung im Sommer eine Kooperation mit dem Landesbeirat Holz eine neue „Holzbau-Initiative Potsdam“ und veranstalte am 29. September in der Biosphäre ein öffentliches Holzbau-Forum, teilte das Rathaus jetzt mit. 

Das Ziel laut Schubert ist klar: „Ein umsetzungsorientierter Fahrplan mit konkreten Projekten zur Stärkung des Holzbaus in Potsdam.“ Damit wolle er den Bau von Wohnraum vorantreiben und durch Verwendung des nachwachsenden Rohstoffs Holz zum Schutz des Klimas beitragen – auch als Vorbild für künftige Holzbauprojekte in Brandenburg.  

Erkenntnisse sollen in „Memorandum“ zusammengefasst werden

Schubert erklärte, er habe bereits in Zusammenarbeit mit der kommunalen Bauholding Pro Potsdam mit Expert:innen aus Politik, Verwaltung, Produktion, Technik, Planung und Bauherrenschaft unterschiedliche Aspekte rund um das Thema Holzbau erörtert. Die Erkenntnisse sollen demnach als Leitlinien und Projektideen in einem „Memorandum“ zusammengefasst und mit der Stadtgesellschaft öffentlich diskutiert werden – zum Beispiel bei besagtem Termin in der Biosphäre.  

[Was ist los in Potsdam und Brandenburg? Die Potsdamer Neuesten Nachrichten informieren Sie direkt aus der Landeshauptstadt. Mit dem Newsletter Potsdam HEUTE sind Sie besonders nah dran. Hier geht's zur kostenlosen Bestellung.]  

Schubert zeigt sich überzeugt, dass Städte künftig auf andere Formen als die klassische Betonbauweise setzen. „Ich halte es für angezeigt, dass die konsequente Kohlendioxid-Reduktion im Bauwesen – immerhin liegt in diesem Sektor das größte Einsparpotenzial zur Erreichung der Klimaziele – auch ästhetisch zu neuen Ausdrucksformen in Architektur und Städtebau führen wird.“

Schubert: „Eine neue Epoche von Architektur und Städtebau einweben.“

An einzelnen Vorhaben wie beispielsweise mit einem Holzhaus am Waldpark im Bornstedter Feld könne man das schon sehen. „Als Oberbürgermeister einer traditionsbewussten Stadt, deren historisches Erbe ihr Kapital ist und das manch‘ einer durch eine grundlegend andere Baukultur gefährdet sehen könnte, sage ich: Wir müssen neue Wege finden, eine neue Epoche von Architektur und Städtebau einweben.“ Dabei gehe es ihm nicht um die Überformung des Bestehenden – sondern um eine nächste Generation des Städtebaus, dessen Grundlagen „in einer sozialen, klima- und nachhaltigkeitsbewussten Gesellschaft liegen“. 

Der Paradigmenwechsel könne in Potsdam auch dank der Expertise vor Ort gelingen, so Schubert. So hätten das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), das Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS), das Geoforschungszentrum (GFZ) und die Initiative „Bauhaus der Erde“ hier ihren Sitz, erinnerte er. 

Mehr lesen? Hier die PNN gratis testen.