• Wochenendtipps: Was in Potsdam am Wochenende los ist

Wochenendtipps : Was in Potsdam am Wochenende los ist

Dieses Herbstwochenende hat Liebeslyrik, brünftige Hirsche und ganz viel Kohle zu bieten.

Liebesgedichte am Piano. Das Café Matschke in der Alleestraße 10 ist auch im Herbst ein gemütlicher Ort. Am heutigen Freitag um 19.30 Uhr liest dort Elke Hübener-Lipkau Lyrik zum Thema „Nur der Liebe wegen...“, Klavier begleitet Caroline Wegener. Auch schön: die aktuelle Ausstellung „Aufgetischt“ von sieben Potsdamer Künstlern.

 

Wo der Stahl gehärtet wurde. Samstag ist Museumstag im Industriemuseum Altes Stahlwerk. Hier wurde noch vor wenigen Jahrzehnten Stahl gekocht, ein großartiger Ort, um einen Eindruck von dieser Industrie zu bekommen. Am Samstag ab 13 Uhr sind außerdem Oldtimer zu besichtigen, darunter auch ein sehr seltenes Brennabor-Fahrzeug. Die Freiwillige Feuerwehr Ziesar reist um 14 Uhr mit historischer Fahrzeugflotte an, dazu passt eine Sammlung Brandenburger Spielzeugfeuerwehren, die ebenfalls gezeigt wird. Ab 17 Uhr findet ein Kinderprogramm statt, zeitgleich geht es im Fackelschein zum historischen Siemens-Martin-Ofen. August-Sonntag-Straße 5, 14770 Brandenburg an der Havel, Tel. (03381) 304646.

 

30 Minuten Archäologie. Am Sonntag hat das Archäologische Landesmuseum Brandenburg geöffnet und bietet eine Sonderführung „für Eilige“ an: In 30 Minuten werden die Highlights der Sonderausstellung vorgestellt. Neustädtische Heidestraße 28, 14776 Brandenburg an der Havel.

 

Entspannung fernöstlich. Der japanische Bonsaigarten ist ein Ruhepol für Stressgeplagte. Samstag und Sonntag von 10 bis 21 Uhr findet in den japanischen Gärten und im Teehaus das Laternenfest statt. Der herbstliche Garten wird dann von Laternen, Lampions, Feuerschalen, Fackeln und Steinlaternen beleuchtet und in eine zauberhafte Landschaft verwandelt. Am Samstag um 13 Uhr wird zudem eine Teeverkostung mit japanischen Leckereien angeboten. Die kostet 8 Euro pro Person, Anmeldung erforderlich, Tel. (033209) 20 89 03. Fercher Straße 61, 14548 Schwielowsee.

 

Aus dem Garten auf die Tafel. Im Schloss Caputh ist am langen Samstag der Museen von 13 bis 20 Uhr die Ausstellung „Gezähmte Wildnis. Auf den Spuren von Peter Joseph Lenné von Petzow über Geltow nach Caputh“ zu sehen. Um 15 Uhr spricht Baldur Martin über „Märkisches Obst auf der Preußischen Tafel“. Der Eintritt ist frei. Schloss Caputh, Straße der Einheit 2, 14548 Caputh. Ebenfalls am Samstag geöffnet: Das Schloss Paretz, Parkring 1, 14669 Paretz/Ketzin. Ab 14 Uhr geht es bei freiem Eintritt durch das Lieblingsschlösschen der Königin Luise, ein vergleichsweise bescheidenes Anwesen. Mehr Info zum Aktionstag unter www.potsdam-mittelmark.de.

 

Wo die Kohle herkommt. Wer das immer schon mal wissen wollte, kann am Samstag von 14 bis 16.30 Uhr mit einem Mannschaftstransportwagen durch den Tagebau Welzow fahren, die riesige Förderbrücke F60 bestaunen und sehen, was man unter Rekultivierung versteht. Wetterfeste Kleidung und Schuhwerk dringend empfohlen, die Führung kostet 22 Euro, ermäßigt 16 Euro. Los geht’s am Excursio Besucherzentrum, H.-Heine-Straße 2, 03119 Welzow, Tel.: (035751)27 50 50. Mehr Infos unter www.bergbautourismus.de.

 

Und zum Schloss Gesang. Sonntagabend ab 19.30 Uhr wird auf dem Theaterschiff gesungen. Die gesellige Mitsingeparty wird von Kammersängerin Christine Wolf organisiert und geleitet, mitmachen darf jeder. Auch die Sopranistin wird etwas vorführen. 9 Euro kostet der Eintritt. Das Theaterschiff liegt in der Schiffbauergasse hinter dem Hans Otto Theater und der Fabrik.

 

Kraniche gucken. Der Herbst ist die Zeit zur Beobachtung der Zugvögel. Nur 20 Autominuten im Süden von Potsdam liegt Blankensee. Parallel zum Ufer führt ein etwa 150 Meter langer Holzbohlensteg, von dem aus sich bequem – es gibt sogar Sitzbänke – das Leben in und auf dem Wasser beobachten lässt. Auch sehenswert: das Bauernmuseum im Ort in einer original erhaltenen und eingerichteten mittelalterlichen Bauernkate.

 

Liebestolle Hirsche. Der Herbst ist auch die Zeit, in der Hirsche brünftig werden – das kann man im Wildpark Johannismühle derzeit mit etwas Glück erleben. Ohnehin lohnt hier immer ein Spaziergang, es gibt Wege mit verschieden Längen und Beschaffenheiten. Immer mittags Punkt zwölf wird das Wild gefüttert, wenn die große Glocke läutet, kommen die Rehe zur Futterstelle geflitzt. Um 16 Uhr sind dann die Bären dran – diese selbstverständlich hinterm sicheren Zaun. Geöffnet 10 bis 18 Uhr noch bis 31. Oktober. Johannismühle 2,15837 Baruth/Mark, mehr Infos unter www.wildpark-johannismuehle.de.

 

Rund um den Birnbaum. Ribbeck ist ein Dorf mit vielen Geschichten – rund ums Schloss und den alten Birnbaum vom Pastor. In einer szenischen Führung mit zwei Schauspielern geht es am Sonntag ab 14 Uhr durch das Dorf, Treffpunkt ist an der Kirche. Die Teilnahme kostet 10, ermäßigt 5 Euro. spy

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