• Wochenendtipps: Herzattacken, Glückseuphorie und blühende Fuchsien

Wochenendtipps : Herzattacken, Glückseuphorie und blühende Fuchsien

Das Wochenende steht vor der Türe und wer noch keine Pläne hat, lässt sich an dieser Stelle inspirieren: Von Orten, an denen man sich verliert, lacht und Impulse mit nach Hause nimmt. 

Ein Blick in das grüne Reich der Anderen: die Offenen Gärten. 
Ein Blick in das grüne Reich der Anderen: die Offenen Gärten. Foto: Sebastian Gabsch PNN

Der Wochenmarkt für Spätaufsteher ist der Markt am Nauener Tor. Hier darf man auch nach 12 noch frühstücken mit frischen Waffeln und Espresso. Noch-Später-Aufsteher können auf das Streetfoodfestival im Lustgarten ausweichen, ab 11 Uhr gibt es hier das, was man sonst im Auslandsurlaub mal hier mal da beim Bummeln mitnimmt. Mal sehen, ob da der Potsdamer Budenzauber mithalten kann. 

Und weil der Mensch zwar ein Mensch ist, aber nicht vom Brot alleine lebt, geht es anschließend zur Eröffnung der neuen Ausstellung im Kunsthaus Sans Titre. Da kann man gleich die Baufortschritte begutachten. Nicht mehr lange, und das kleine Kunsthaus mit seiner besonderen Architektur wird hinter Hotel und Wohnhaus verschwunden sein. Aber immerhin durfte es bleiben. Nun liegt es an uns, es in seiner Nische nicht zu vergessen. Ab Samstag 17 Uhr gibt es hier bei „Herzattacken_ohne _Ende“ neue und neu entdeckte Werke der Macher der Kunst- und Literaturzeitung Herzattacke zu sehen. Dazu gibt es Musik von der Hausband Zirko Soni. Und es sind orientalische Spezialitäten angekündigt. 

Gewichtige Konkurrenz ist das Filmgespräch im Kino Thalia: Hier ist am Samstag Burhan Qurbani, der Regisseur von „Berlin Alexanderplatz“ zu Gast. Qurbani greift den Romanklassiker von Alfred Döblin von 1929 auf. Der Film mit Albrecht Schuch, Jella Haase, Welket Bungué, Annabelle Mandeng beginnt um 19.30 Uhr.

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Den Sonntagsspaziergang bei schönstem Wetter können Sie dieses Wochenende aufs Baufeld in Krampnitz verlegen. Ab 11 Uhr veranstaltet der Entwicklungsträger Potsdam hier eine kostenlose Führung. Bitte anmelden über www.potsdamtourismus.de, bei den Tourist Informationen am Alten Markt und im Hauptbahnhof oder telefonisch unter (0331) 27558899. Auf dem Hin- oder Rückweg kann man gleich die künftige Tramtrasse inspizieren. Also künftig, sofern ein Wunder passiert und sich alle über Verlauf und ob überhaupt einigen. Vielleicht fällt Ihnen ja noch was ein, womit Sie in den gerade gestarteten Bürgerdialog einsteigen können.

Open Air Kino im Waschhaus Potsdam.
Open Air Kino im Waschhaus Potsdam.Foto: Manfred Thomas


Ganz andere Begeisterung wollen die Offenen Gärten“ des Uraniaprojekts hervorrufen. Gartenbesitzer laden Samstag und Sonntag in ihre privaten Paradiese, zum Schauen, Genießen und Fachsimpeln. Am Sonntag sind von 10 bis 18 Uhr unter anderem der Blumengarten von Familie Lüscher im Ravensbergweg 7, der Hostagarten von Joachim Kraatz in der Thomas-Müntzer-Straße 28a der Garten von Christa und Konrad Näser in der Amundsenstraße 9, wo gerade die Fuchsien blühen, geöffnet. Alle Teilnehmer und Zeiten findet man auf  www.urania-potsdam.de. Programme mit Eintrittsplaketten für 3 Euro gibt es in der Buchhandlung „Internationales Buch“ und teilnehmenden Gärten.

Der neue Mieter im Haus ist ein Känguru mit kommunistischer Weltanschauung. Es bleibt nicht lange beim gemütlichen nachbarschaftlichen Eierkuchenbacken – das Känguru mischt alles gründlich auf und legt sich mit Immobilienspekulanten an. Zusammen lachen geht beim Open Air Waschhaus-Kinosommer, „Die Känguru Chroniken“ nach den Büchern von Marc-Uwe Kling läuft am Samstag ab 22 Uhr, der Eintritt kostet 10 Euro.

Jeff ist ein Monster mit rostrotem Fell, großen Augen und gefährlichen Hörnern. Fürchten muss man ihn aber nicht. Im Gegenteil, er verliebt sich gerne und redet viel – mit Hilfe der Bauchrednerin Luise Fuhr. Außerdem kann Jeff zaubern, tanzen und singen. „Alltag aus – Glückseuphorie an“ heißt die Kindervorstellung mit Luise und Jeff am Sonntagnachmittag ab 15 Uhr open Air am Waschhaus. Der Eintritt ist frei.

Der Künstler Hans-Hendrik Grimmling.
Der Künstler Hans-Hendrik Grimmling.Foto: Ottmar Winter PNN

„Geteiltes Refugium“ heißt die Ausstellung mit Werken von Hans Hendrik Grimmling in der Galerie Sperl, Schopenhauer Straße 27. Grimmling, 1947 geboren, studierte in Dresden und Leipzig, war 1984 Mitinitiator des legendären 1. Leipziger Herbstsalons, einer Ausstellung der unangepassten DDR-Kunstszene, verließ aufgrund von Repressionen 1986 die DDR und beteiligte sich vom Westen aus an der deutsch-deutschen Kunstdebatte. Grimmling gehört zu den großen Künstlern der europäischen Avantgarde. Eröffnung am Sonntag von 15 bis 18 Uhr. 

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