• Wissenschaftsstandort Golm: Saskia Ludwig möchte Aerosolforschung nach Potsdam holen

Wissenschaftsstandort Golm : Saskia Ludwig möchte Aerosolforschung nach Potsdam holen

An einem neuen Institut sollen Potsdamer Forscher gemeinsam mit der Berliner Charité Aerosole erforschen, fordert die CDU-Bundestagsabgeordnete Saskia Ludwig.

Aerosole in der Atemluft eines ausatmenden Menschen.
Aerosole in der Atemluft eines ausatmenden Menschen.Foto: Christian Kähler/Universität der Bundeswehr München/dpa

Potsdam - Ein “Institut für Aerosolforschung” möchte die Potsdamer Bundestagsabgeordnete Saskia Luwig (CDU) am Wissenschaftsstandort Golm aufbauen. Hintergrund ist die Forderung der Berliner CDU nach der Errichtung eines solchen Instituts. Dieses neue Institut soll demnach in Abstimmung mit der Charité arbeiten und als zentrale Stelle für die interdisziplinäre Forschung in diesem Bereich fungieren. 

Die oppositionelle Unionsfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus will dazu einen parlamentarischen Antrag einbringen. Ludwig unterstützt diese Forderung.

"Ein weiteres wissenschaftliches Leuchtturmprojekt" 

„Der Vorschlag der Berliner CDU kommt zur richtigen Zeit”, kommentiert Saskia Ludwig. Das Vorhaben habe die Voraussetzungen, “ein weiteres wissenschaftliches Leuchtturmprojekt in der Metropolregion” zu werden. Ziel müsse es sein, die “einzelnen betroffenen Disziplinen in Berlin und Potsdam auf kurzem Wege zusammenzubringen”. 

Saskia Ludwig.
Saskia Ludwig.Foto: Ottmar Winter PNN

Eine Ansiedlung am Science Park Golm biete die Möglichkeit, “den dort wehenden Forschergeist noch stärker zu nutzen”, und die interprofessionelle Zusammenarbeit der Physiker und Chemiker in Golm mit ihren Berliner Kollegen zu fördern, so die CDU-Abgeordnete

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Als Aerosole werden Mischungen von festen oder flüssigen Schwebeteilchen in der Luft bezeichnet. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) gelten diese Partikel neben den Tröpfchen als einer der beiden Hauptübertragungswege für Covid-19. Menschen geben sie beim Atmen und Sprechen ab, stärker noch beim Schreien und Singen. Dadurch kann das Virus übertragen werden.

Aerosolpartikel können für mehrere Stunden oder sogar Tage in der Luft verbleiben. Mund-Nasen-Bedeckungen und ein Abstand von 1,5 Metern bieten laut RKI einen gewissen Schutz. Bei längerem Aufenthalt in kleinen, schlecht oder nicht belüfteten Räumen kann sich die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung durch Aerosole aber auch über größere Distanz erhöhen.

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