• Wissenschaft und Kultur: Das Engagement der Plattner-Stiftung

Wissenschaft und Kultur : Das Engagement der Plattner-Stiftung

Die gemeinnützige Hasse-Plattner-Stiftung finanziert die unterschiedlichsten Projekte. Immer wieder profitiert Potsdam von dem Geld.

Hasso Plattner hat die Hasso-Plattner-Stiftung ins Leben gerufen, die viele Projekte finanziell unterstützt.
Hasso Plattner hat die Hasso-Plattner-Stiftung ins Leben gerufen, die viele Projekte finanziell unterstützt.Foto: Sebastian Gabsch

Potsdam - Seit Jahren widmet sich SAP-Gründer Hasso Plattner der Förderung der Wissenschaft, gibt aber auch Geld für soziale und kulturelle Projekte. Dazu ist die gemeinnützige Hasso Plattner Stiftung ins Leben gerufen worden. Unter anderem finanziert diese das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik an der Universität Potsdam – dieses bietet praxis- und innovationsorientierte Studiengänge im IT-Bereich an. Einen Millionenbetrag stellte der Potsdamer Ehrenbürger auch zur Verfügung, um den Ausbau des Instituts zu finanzieren: Der 75-Jährige will in der Nähe des Babelsberger Griebnitzsees einen Campus nach dem Vorbild der kalifornischen Elite-Universität Stanford schaffen. Die dort ausgebildeten Absolventen sollen auch am Jungfernsee arbeiten können, wo SAP ein deutschlandweit bereits viel beachtetes Innovationcenter errichtet hat.

Zugleich hat sich die Stiftung in Potsdam auch am Wiederaufbau des Stadtschlosses beteiligt – dem Landtagsneubau spendierte Plattner 2007 die historische Fassade für 20 Millionen Euro und 2011 zusätzlich das Kupferdach. Ferner ließ die Stiftung das Museum Barberini am Alten Markt errichten, in dem seit Anfang 2017 wechselnde und hochkarätige Kunstausstellungen zu sehen sind – was in Potsdam für einen zusätzlichen Touristenansturm gesorgt hat. Die aktuell laufende Picasso-Ausstellung des Museums Barberini haben allein in den ersten beiden Wochen bereits 26.000 Besucher besucht, erklärte jetzt ein Museumssprecher. In der Ausstellung zeigt das Museum noch bis zum 16. Juni mehr als 130 Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Grafiken aus den Jahren 1954 bis zum Tod des Künstlers im Jahr 1973, viele davon sind erstmals in Deutschland zu sehen.

Im Kampf gegen Aids unterstützt die Plattner-Stiftung in Südafrika unter anderem die University of KwaZulu-Natal und das Isisombululo-Programm an der Universität Kapstadt.

Das amerikanische Wirtschaftsmagazin Forbes listet den in Berlin-Grunewald aufgewachsenen Plattner und seine Familie mit einem geschätzten Vermögen von 13,5 Milliarden US-Dollar aktuell auf Platz 94 der reichsten Menschen der Welt.