• Wiederaufbau der Stammbahn: Pläne der Bahn für Kleinmachnow kommen gut an

Wiederaufbau der Stammbahn : Pläne der Bahn für Kleinmachnow kommen gut an

Da sind sich (fast) alle einig: Die Stammbahn soll jetzt schnell kommen. Es gibt jeden aber auch Bedenkenträger.

Gleise der alten Stammbahn-Trasse am ehemaligen S-Bahnhof Düppel.
Gleise der alten Stammbahn-Trasse am ehemaligen S-Bahnhof Düppel.Foto: Thilo Rückeis

Potsdam/Kleinmachnow/Berlin - Die Potsdamer Grünen-Fraktion und die Arbeitsgemeinschaft Nachhaltige Mobilität (Argus) begrüßen die Pläne des Bundesverkehrsministeriums für einen Wiederaufbau der Stammbahn von Potsdam über Kleinmachnow nach Berlin und fordern eine zügige Bauentscheidung. „Die Bahn hat klar erkannt, dass mit diesem zusätzlichen Angebot der größte Effekt zur Stärkung des Schienenverkehrs erzielt werden kann“, so Argus-Vorstandsmitglied Elrita Hobohm.

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Bedenken von Anrainern werde es zwar gegen neue Bahnstrecken immer geben, deshalb sei eine detaillierte Planung erforderlich. „Der Ausbau der Stammbahnstrecke für den Regionalbahnverkehr muss dennoch höchste Priorität haben.“ Nur so könnten gute Verbindungen für die wachsende Zahl an Pendlern der Region entstehen.

Wie berichtet sieht das Bundesverkehrsministerium in seinem Deutschlandtakt vor, vier Zuglinien mit Halt in Kleinmachnow über die 1945 demontierte Stammbahn zu führen. Der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Berlin, Alexander Kaczmarek, setzt sich seit Jahren für den Bahnbau ein. Die Länder Berlin und Brandenburg sind zurückhaltender und prüfen seit 2017 Aufbauvarianten.

Bau könnte Folgen für die Natur haben

Die Potsdamer Grünenfraktion fordert einen zügigen Baustart. „Insbesondere die wachsende Zahl von Neuansiedlungen in den Bereichen Wissenschaft und Wirtschaft erfordert eine attraktive, nachhaltige und klimaschonende Mobilität“, so der verkehrspolitische Sprecher Gert Zöller. Durch die Entwicklungsdynamik in der Region könne man sich keine weiteren Verzögerungen leisten.

Das Bündnis Schiene Berlin-Brandenburg weist jedoch darauf hin, dass Folgen für die Natur bei einem Wiederaufbau der Stammbahn durch den Düppeler Forst abzuwägen sind mit Alternativen wie dem Ausbau einer vorhandenen Bahnstrecke parallel zur S-Bahnlinie 1.


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