• Welterbe in Potsdam: Party im Neuen Garten aufgelöst

Welterbe in Potsdam : Party im Neuen Garten aufgelöst

Am Freitagabend lösten Parkwächter eine Party im Neuen Garten Potsdam auf. Am Samstag trafen sich Jugendliche dort sogar zum Rugby-Spiel.

Die Schlösserstiftung beklagt schon seit Jahren Schäden im Uferbereich des Heiligen Sees durch Badende.
Die Schlösserstiftung beklagt schon seit Jahren Schäden im Uferbereich des Heiligen Sees durch Badende.Foto: Ottmar Winter


Potsdam - Am Freitagabend feierten etwa 40 Jugendliche eine Party im Neuen Garten. Die Ansammlung sei um 20.48 Uhr durch die Revierfahrer der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) aufgelöst worden, teilte die Stiftung auf PNN-Anfrage mit. Die Jugendlichen hätten daraufhin den Park verlassen. Am Samstagabend hätten dann einige Jugendliche im Neuen Garten Rugby gespielt. Die Wiese sei durch Revierfahrer geräumt worden, sagte SPSG-Sprecher Frank Kallensee am Sonntag.

Immer wieder kommt es zu illegalen Feiern in den Parks

In den Parks der Stiftung kommt es immer wieder zu Ansammlungen, bei denen die Abstands- und Hygieneregeln Covid-19-Umgangsverordnung nicht eingehalten werden. Ende Juni sei es zu einer Feier mit etwa 300 Personen im Park Babelsberg gekommen, eine Woche später feierten etwa 150 Personen im Neuen Garten. Auch ohne Coronaverordnung werden die Parks bei Einbruch der Dunkelheit geschlossen. Das Lagern auf den Wiesen ist laut Parkordnung untersagt, es gibt nur wenige Ausnahmen. Die Stiftung klagt seit längerer Zeit darüber, dass Besucher immer mehr Müll hinterlassen und geschützte Biotope zerstören würden.

In Berlin haben illegalen Park-Partys unterdessen eine andere Dimension erreicht. In der Hasenheide im Bezirk Neukölln feierten in der Nacht zu Sonntag 5000 Menschen eine illegale Techno-Party. Die Veranstaltung wurde von der Polizei aufgelöst.

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