• Welt-Mädchentag in Potsdam: Ein buntes Nauener Tor für Mädchen

Welt-Mädchentag in Potsdam : Ein buntes Nauener Tor für Mädchen

Am Freitag wird der Welt-Mädchentag in Potsdam am Nauener Tor gefeiert.

Das Nauener Tor soll am 11. Oktober bunt erleuchtet werden.
Das Nauener Tor soll am 11. Oktober bunt erleuchtet werden.Foto: Sebastian Gabsch

Potsdam - Das Nauener Tor wird am Freitagabend bunt erleuchtet: Damit will die Stadt Potsdam auf den international begangenen Welt-Mädchentag am 11. Oktober aufmerksam machen. Zugleich findet am Freitagabend ab 18 Uhr am Nauener Tor eine Veranstaltung mit dem Titel „Spot an für Mädchen“ statt, die von der Potsdamer Gleichstellungsbeauftragten Martina Trauth und der städtischen Kinderkoordinatorin Stefanie Buhr gemeinsam mit dem Mädchentreff Zimtzicken organisiert wurde. Der Mädchentreff gehört zum Autonomen Frauenzentrum Potsdams e.V..

Start ist am Nauener Tor mit einer kleinen Talkrunde mit Gästen, moderiert von zwei Mädchen des Mädchentreffs. Um 18.40 Uhr heißt es „Spot an für Mädchen“, das Tor wird bunt beleuchtet und es beginnt die interkulturelle Mädchenparty mit Lieblingssongs der Mädchen und Streetfood aus dem Foodtruck.

Die Landeshauptstadt wolle so zum Welt-Mädchentag ein Zeichen setzen, damit klar werde, dass es auch in Deutschland Benachteiligung von Mädchen gebe, „nur nicht so offensichtlich“, wie die Gleichstellungsbeauftragte Trauth sagt. Studien belegten, dass Mädchen trotz bester Noten und Abschlüsse ein geringeres Selbstvertrauen in ihre Leistungsfähigkeit hätten als Jungen. Mädchen wüchsen noch immer damit auf, „dass Frauen in der Werbung entweder als Dekorationsobjekt oder sehr klischeehaft dargestellt werden“, sagt Trauth. Daher sei es kein Zufall, dass gerade im Handwerk, in den Berufen der Mint-Fächer – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – und in der Pflege der größte Fachkräftemangel herrsche, meint die Gleichstellungsbeauftragte. Die klischeehafte Botschaften über „wilde technikaffine Jungs und niedliche fürsorgliche Prinzessinnen“ würden schon sehr früh Rollenmuster festlegen und das Potenzial von Mädchen und Jungen im Kindesalter enorm einschränken. Mit der Potsdamer Aktion wolle man den Mädchen in der Stadt „Kraft, Lebensfreude und den Mut zur Offensive“ vermitteln: „Genau das, was Mädchen motivieren kann, für ihre Rechte zu kämpfen“, sagt Kinderkoordinatorin Buhr.