• Weiterer Vorschlag: Die Fraktion Die Andere will Luisenplatz umbenennen

Weiterer Vorschlag : Die Fraktion Die Andere will Luisenplatz umbenennen

Die Debatte um die Straßennamen in der Potsdamer Mitte ist gerade abgeflaut, da kommt die Fraktion Die Andere mit einem neuen Vorschlag - für den Luisenplatz.

Der Luisenplatz vor dem Brandenburger Tor.
Der Luisenplatz vor dem Brandenburger Tor.Foto: Ottmar Winter

Potsdsam - Nach der Debatte um Straßennamen in der neu entstehenden Potsdamer Mitte hat die Fraktion Die Andere einen weiteren Vorschlag gemacht: Anlässlich des 30. Jahrestages der Großdemonstration für demokratische Grundrechte in der DDR solle der Luisenplatz in „Platz des 4. November“ umbenannt werden, heißt es in einem neuen Antrag für das Stadtparlament. Dieses Datum spiele eine besondere Rolle beim friedlichen Umbruch von 1989, so die Begründung. „An diesem Tag demonstrierten auf dem damaligen Platz der Nationen (heute Luisenplatz) Tausende von Menschen für Presse-, Reise- und Meinungsfreiheit und für freie Wahlen.“ Es sei die größte Kundgebung in der Geschichte der Stadt gewesen. An dieses Datum solle nicht nur durch ein Denkmal erinnert werden.

Verdienste von Frauen zu wenig bekannt

Unterdessen äußerte sich nun auch das Autonome Frauenzentrum zu der geplanten Umbenennung der Straßen rund um den Alten Markt. Wie berichtet sollen die neu entstehenden Teile der früheren Schloss-, Schwertfeger- und Kaiserstraße dann Anna-Zielenziger-, Erika-Wolf- und Anna-Flügge-Straße heißen. Das Zentrum begrüße die Initiative, Frauen und ihre Verdienste im Stadtbild sichtbar zu machen, hieß es am Dienstag. Man bemühe sich seit 2009 darum, die Geschichte von Potsdamer Frauen jenseits der historischen Aufarbeitung zu Königinnen und Prinzessinnen sichtbar zu machen. „Die Verdienste von Frauen wie Anna Zielenziger sind der Öffentlichkeit viel zu wenig bekannt. Die Benennung von Straßen nach ihnen ermöglicht uns, ihre Biografien und Leistungen wieder ins kollektive Gedächtnis zu rufen“, so Geschäftsführerin Heiderose Gerber. Der Kulturausschuss hat die Neubenennung bereits beschlossen, es fehlt noch das Votum der Stadtverordnetenversammlung am 6. November.

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