• Was wird mit den Immobilien?: Transparenz von Studio Babelsberg AG gefordert

Was wird mit den Immobilien? : Transparenz von Studio Babelsberg AG gefordert

Die Aktionär:innen können ihre Aktien für 4,10 Euro pro Stück bis Ende Oktober an einen US-amerikanischen Investmentfonds verkaufen. Unter den Anlegern herrscht Skepsis.

Die Annahmefrist endet am 29. Oktober.
Die Annahmefrist endet am 29. Oktober.Foto: Thilo Rückeis

Potsdam - Was schon seit Mitte September bekannt war, hat der Vorstand der Studio Babelsberg AG am Freitag in einem offenen Brief an die Aktionär:innen bestätigt: Ihnen werden für den Verkauf ihrer Aktie pro Stück 4,10 Euro geboten. Die Hauptaktionärin der AG, die Filmbetriebe Berlin Brandenburg GmbH, hatte dem milliardenschweren US-amerikanischen Investmentfonds TPG Real Estate Partners (TREP) wie berichtet am 16. September ein öffentliches Übernahmeangebot gemacht. Die Annahmefrist begann am 1. Oktober und endet am 29. Oktober.

Den Brief des Vorstands hatten Carl Woebcken, Christoph Fisser und Marius Schwarz unterzeichnet, Woebcken und Fisser sollen auch künftig beteiligt bleiben. In ihrer Presseerklärung dazu hieß es unter anderem, „das Netzwerk und die Finanzierungsmöglichkeiten von TREP sowie die solide Geschäftsgrundlage von Studio Babelsberg werden unsere Position als führender Produktionsstandort weltweit stärken“. Der Standort solle ausgebaut und „Investitionen in Technologien und Produktionsmethoden gesichert werden“.

[Was ist los in Potsdam und Brandenburg? Die Potsdamer Neuesten Nachrichten informieren Sie direkt aus der Landeshauptstadt. Mit dem Newsletter Potsdam HEUTE sind Sie besonders nah dran. Hier geht's zur kostenlosen Bestellung.]

Skepsis unter den Aktionären

Unter den Aktionären aber herrscht Skepsis. Michael Kunert, Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, kritisierte am Freitag erneut, dass es „keine Informationen über Ziele und Investitionen der TREP“ gebe. Es sei auch möglich, „dass die Investoren einen Teil der Immobilien in Babelsberg zu Geld machen wollen“, sagte Kunert den PNN. 

Im Sommer habe die AG angekündigt, eine neue Bewertung der Immobilien vornehmen zu lassen: „Wir wollen wissen, was daraus geworden ist“, forderte der Sprecher, „nur dann kann man beurteilen, ob das Angebot ein gutes oder ein schlechtes ist.“ Die Informationen darüber seien „völlig ungenügend“.


Mehr lesen? Hier die PNN gratis testen.