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Vorverkauf hat begonnen : Programm für Lit:potsdam verkündet

Aufgrund der Corona-Pandemie musste umgeplant werden. Das Potsdamer Literaturfestival findet nun vor allem draußen statt - mit einem „Feuerwerk unterschiedlicher Formen und Formate“.

Schauspieler Matthias Brandt ist der Writer in Residence.
Schauspieler Matthias Brandt ist der Writer in Residence.Foto: Britta Pedersen/dpa (Archiv)

Potsdam - Für das Literaturfestival Lit:Potsdam waren illustre Autoren angekündigt. Dann kam die Corona-Pandemie, und das Festival wurde verschoben. Statt Anfang Juli findet die achte Ausgabe des Festivals vom 4. bis zum 9. August statt. Nun haben die Organisatoren das neue Programm bekanntgegeben. Um die Hygieneregeln einzuhalten, ist ein Großteil der Veranstaltungen draußen geplant: im Park der Villa Jacobs, im Garten der Villa Quandt, im Kulturquartier Schiffbauergasse oder im Treffpunkt Freizeit am Heiligen See. Als Gäste treten unter anderem der Philosoph Peter Sloterdijk, die Schriftsteller Stephan Abarbanell, John von Düffel und Alexander Osang sowie der Regisseur und Drehbuchautor Christian Petzold auf. 

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Thema des Literaturfestivals ist in diesem Jahr „Fakten, Fakes und Fiktionen“. Statt des Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk, der zur Vor-Corona-Zeit als Writer in Residence zu Lit:Potsdam kommen sollte, wird dies nun der Schauspieler und Autor Matthias Brandt sein. Der jüngste Sohn des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt ist vor allem durch Rollen in Fernsehfilmen und -serien wie „Polizeiruf 110“ bekannt. Im Film „Im Schatten der Macht“ spielte er den Spion Günter Guillaume, der seinen Vater ausspionierte. Matthias Brandts Debütroman „Blackbird“ veröffentlichte er 2019. 

Zuhören, nachdenken und sich austauschen

Es werde ein „Feuerwerk unterschiedlicher Formen und Formate“ sichtbar, beschreibt die künstlerische Leiterin des Festivals, Karin Graf, laut der Pressemitteilung von Lit:Potsdam. Dieses lade „zum Kostbarsten ein, was die Kunst bieten kann: zu Zusammenkünften, Treffen mit Menschen, mit denen man gemeinsam zuhört, über das Gehörte nachdenkt und sich austauscht.“

Eines jener Formate ist eine Präsentation des Films „Transit“ von Christian Petzold in der Schiffbauergasse am 6. August. Dieser basiert auf dem gleichnamigen Roman von Anna Seghers und transportiert das Flüchtlingsdrama des Zweiten Weltkriegs in das Marseille von heute. Matthias Brandt, im Film der Erzähler, und Petzold lesen aus Roman und Drehbuch und sprechen über den historischen Stoff und seine Aktualität. Der Spielfilm wird anschließend im Open-Air-Kinosommer des Thalia-Kinos am Waschhaus gezeigt. Ein weiteres Angebot unter freiem Himmel ist eine Picknick-Lesung am 8. August im Garten der Villa Jacobs. 

Literaturkritiker Denis Scheck stellt seine Topliste der 100 besten Bücher vor. Erstmals findet auch ein Familientag statt, unter anderem mit der Autorin Cornelia Franz. Am 9. August werden zum „Brandenburger Bücherfest“ im Treffpunkt Freizeit eine Vielzahl von Ständen aufgebaut und Mitmachaktionen angeboten.

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