• Von Tobias Koch: Rekorde für die Stiftung Altenhilfe

Von Tobias Koch : Rekorde für die Stiftung Altenhilfe

Beim Lauffest gingen gestern 2601 Läufer an den Start – damit kamen 32 104 Euro für die Stiftung zusammen

Tobias Koch
Freude am Laufen für die Stiftung Altenhilfe Potsdam. Viele Potsdamer aller Altersklassen waren vertreten, als es am gestrigen Freitag wieder hieß „Wir für euch“. Das Lauffest im Stadion am Luftschiffhafen fand bereits zum sechsten Mal statt.
Freude am Laufen für die Stiftung Altenhilfe Potsdam. Viele Potsdamer aller Altersklassen waren vertreten, als es am gestrigen...Foto: A. Klaer

Potsdam-West - Alle rannten sie ihnen davon: Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) und sein OB-Wahl-Herausforderer Hans-Jürgen Scharfenberg bewegten sich gestern Vormittag im Spazierschritt auf der Laufbahn des Stadions am Luftschiffhafen. 469 Grundschüler drehten derweil flott ihre Runden zugunsten der Stiftung Altenhilfe.

Am Abend stand ein Rekord: Insgesamt 2601 Läufer drehten 35 796 Runden, sagte Sozialbeigeordnete Elona Müller (parteilos). Damit seien rund 300 Läufer mehr als im Vorjahr gekommen, sogar 6000 Runden mehr als 2009 seien absolviert worden. Damit hat das Lauffest der Stiftung Altenhilfe samt Startgeldern und Kuchenverkauf die Rekordeinnahme von 32 104 Euro beschert. Das Stiftungsvermögen, mit dem hilfebedürftige Senioren unterstützt werden, wachse so auf über 280 000 Euro. Besonders positiv sei, sagte Müller, dass 1563 Kinder und Jugendliche von Potsdamer Schulen allein 22 177 Stadionrunden gelaufen seien – die junge Generation in vollem Engagement für die Älteren. „Auf das Ergebnis sind wir mit allen ehrenamtlichen Helfern stolz“, so die Beigeordnete.

Bereits am Vormittag war die Stimmung bei der sechsten Auflage des Lauffestes sehr gut. Bei Sonnenschein schallte Musik durch das Stadion. Für jede gelaufene Runde ging ein Euro von den eingeworbenen Spendengeldern an die Stiftung. „Zum ersten Mal konnten wir über 30 000 Euro an Spendengeldern sammeln. Ein herzliches Dankeschön an die vielen kleinen und großen Spender“, sagte Müller. Die teilnehmenden Läufer gaben ein buntes Bild ab und bestätigten die Beigeordnete in ihrer Aussage, dass das Lauffest ein Generationen verbindendes Fest sei.

Zu Beginn zog sich der nicht enden wollende Schülerstrom über die Tartanbahn. Fitte Grundschüler wie die zehnjährige Antonia von der Max-Dortu-Schule sammelten fleißig Gummibänder, die die Rundenanzahl angaben. Daneben war das Läuferfeld gespickt mit Rentnern, Lehrern, Kita-Mitarbeitern bis hin zu einer Mutter, die mit ihrem Kind vor der Brust die eine oder andere Runde absolvierte. Stark vertreten war die Voltaire-Gesamtschule, die komplett beim diesjährigen Lauffest mitmachte. Klaus-Dieter Jänicke, Sportlehrer der Schule, äußerte sich Vormittags schon optimistisch: „Wenn alle unserer rund 700 Schüler mitlaufen, dann kann ich schon jetzt garantieren, dass die von den Spendengeldern gedeckten 30 000 Runden überschritten werden.“ Und auch zwei ältere Damen des Sozialwerks Potsdam e.V., die in gemütlichem Tempo vier Runden auf der Tartanbahn zurücklegten, strahlten vor Freude: „Voriges Jahr waren wir auch schon dabei. Es ist doch wichtig sich in unserem Alter zu bewegen.“ Das Sozialwerk war mit 14 Läufern vertreten.

Unter den Läufern waren immer wieder bekannte Persönlichkeiten: Die CDU-Oberbürgermeister-Kandidatin Barbara Richstein startete in einem mit eigenem Konterfei bedruckten T-Shirt und setzte ihr Wahlkampfmotto „Mehr Tempo für Potsdam“ vor Ort in die Tat um. Auch der Chef des „Bergmann“-Klinikums Steffen Grebner joggte mit.