Viel Potential für Kooperation : Potsdam freut sich auf Tesla und die Gigafactory in Grünheide

Forschung und Wirtschaft in Brandenburgs Landeshauptstadt verweisen auf ihr großes Potenzial für Kooperationen.

Sieht Kurs bestätigt. Potsdams Uni-Präsident Oliver Günther führt die Tesla-Ankündigung auf die wirtschaftspolitische Arbeit der letzten Jahre zurück.
Sieht Kurs bestätigt. Potsdams Uni-Präsident Oliver Günther führt die Tesla-Ankündigung auf die wirtschaftspolitische Arbeit der...Foto: PNN / Ottmar Winter

Die Ankündigung des US-amerikanischen Elektroautoherstellers Tesla, in Grünheide (Oder-Spree), seine erste Gigafactory in Europa bauen zu wollen, sorgt auch in Potsdam für positive Reaktionen. Vor allem für Kooperationen mit dem Konzern von Gründer und Chef Elon Musk sieht sich der Forschungsstandort bestens aufgestellt. Bis zu 8000 neue Arbeitsplätze will Tesla anderthalb Autostunden von Potsdam entfernt schaffen.

Auch Tesla kann profitieren

Der Medien- und IT-Standort Potsdam sei einer der Innovationstreiber in der Region und jederzeit offen für Kooperationen, erklärte Potsdams Wirtschaftsdezernent Bernd Rubelt (parteilos) am Mittwoch auf PNN-Anfrage. „In Kombination mit der einmaligen Wissenschafts- und Forschungslandschaft in der Landeshauptstadt Potsdam sehe ich hier sowohl für Tesla, als auch für die Unternehmen vor Ort große Entwicklungspotenziale.“

Für Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam, ist die Ansiedlung auch Folge der wirtschaftspolitischen Weichenstellung. „Diese hocherfreuliche Nachricht zeigt, dass die Bemühungen der letzten Jahre Früchte getragen haben, Brandenburg zu einer weltweit wettbewerbsfähigen Wirtschafts- und Technologieregion zu entwickeln“, sagte Günther gegenüber den PNN: „Die Hochschulen werden hierzu gerne auch weiterhin ihren Beitrag leisten.“

SAP lobt Berlin-Brandenburg

Weitere Impulse erhofft sich dagegen auch der Softwarekonzern SAP, der in Potsdam eines seiner Innovation Center betreibt. „Wir freuen uns, dass mit Tesla ein Innovationsplayer dieses Kalibers in die Region kommt. Als SAP setzen wir mit unseren Büros in Berlin und dem Innovation Center am Jungfernsee schon lange und überzeugt auf Berlin-Brandenburg“, so Martin Heinig, Managing Director SAP Berlin. „Uns begeistert das inzwischen beachtliche Tech-Ökosystem, das durch Tesla nun noch einmal ganz erheblich bereichert wird.“

Auf Synergien hofft auch Andrea Wickleder, die Managerin des MediaTech Hub Potsdam. „Als Deutschlands Digital Hub für MediaTech begrüßen wir grundsätzlich den Bau einer sogenannten ’Gigafactory’ in Brandenburg und freuen uns auf Synergien.“ Autonomes Fahren werde das Fahrerlebnis grundlegend verändern. „Das Auto als Wohnzimmer auf Rädern diskutieren wir ja auch aktuell auf der MediaTech Hub Conference am 19. und 20. November in Potsdam.“