• Potsdam: Oberlinhaus rettet Reha-Zentrum

Versorgung von Patienten gesichert : Oberlinhaus rettet Reha-Zentrum

Das Reha-Zentrum für Patienten mit Schlaganfall oder Parkinson stand vor dem Aus. Doch nun wurde kurzfristig eine Lösung gefunden.

Das Reha-Zentrum an der Gutenbergstraße.
Das Reha-Zentrum an der Gutenbergstraße.Foto: René Garzke

Potsdam - Das Reha-Zentrum für Patienten mit neurologischen Erkrankungen wird wohl doch noch gerettet: Das Babelsberger Oberlinhaus will die angesehene medizinische Anlaufstelle übernehmen. Das teilten beide Einrichtungen am Dienstag mit: „Beide Parteien haben sich auf die Rahmenbedingungen der Transaktion geeinigt.“ Es werde nur noch mit Kostenträgern, wie der Deutschen Rentenversicherung, verhandelt, hieß es.

Das 2007 gegründete und vom Recura-Verbund betriebene Reha-Zentrum, das bisher an der Gutenbergstraße Räume des städtischen Klinikums „Ernst von Bergmann“ mieten konnte und jedes Jahr Hunderte Patienten betreut, stand vor dem Aus. Denn das Klinikum will die Räumlichkeiten nächstes Jahr selbst nutzen, weil man für die anstehende Sanierung von Bettenhäusern mehr Platz benötigt, um eigene Patienten weiter ohne Einschränkungen betreuen zu können. Allerdings hatte das gerade für Schlaganfall- und Parkinson-Patienten wichtige Reha-Zentrum keine bezahlbaren Alternativ-Räume finden können, wie Ende August auf PNN-Anfrage bestätigt wurde.

Der neue Standort ist noch nicht bekannt

Es folgten Verhandlungen, bei denen auch Sozialdezernent und Klinikumsaufsichtsratschef Mike Schubert (SPD) beteiligt war. Dieser zeigte sich laut der Mitteilung erfreut, so würden sich auch für die 40 Reha-Mitarbeiter „interessante neue berufliche Möglichkeiten“ ergeben. Vom Oberlinhaus hieß es, mit der Übernahme könne man seine Stellung als Anbieter von Rehabilitationsmaßnahmen, Heilmittelversorgung und Prävention ergänzen, auch Synergieeffekte seien möglich. „Wenn alles nach unseren Vorstellungen verläuft, wollen wir bereits zum Januar 2019 öffnen“, erklärte Oberlinvorstand Andreas Koch. Das würde bedeuten, dass ein lückenloser Übergang möglich wäre. 

Wo das Reha-Zentrum genau unterkommen soll, teilten die Beteiligten aber noch nicht mit. Von der Spitze des Reha-Zentrums hieß es, mit der Übernahme solle „eine nahtlose und qualifizierte Weiterbehandlung neurologischer Patienten am Standort Potsdam sichergestellt werden“. HK