• Verkehrssicherheit: Keine weiteren Tempolimits vor Schulen in Potsdam

Verkehrssicherheit : Keine weiteren Tempolimits vor Schulen in Potsdam

Vor Kitas, Schulen und Seniorenheimen sollten Autofahrer vorsichtig und vorausschauend fahren. Weitere festgeschriebene Tempolimits wird es jedoch nicht geben.

In Potsdam sind derzeit keine neuen Tempo-30-Zonen vor Schulen, Kitas oder Seniorenheimen geplant.
In Potsdam sind derzeit keine neuen Tempo-30-Zonen vor Schulen, Kitas oder Seniorenheimen geplant.Foto: Patrick Pleul/dpa

Potsdam - In Potsdam wird es vorerst keine weiteren Tempolimits vor Kitas, Schulen und Seniorenheimen geben. Das geht aus der Antwort der Stadtverwaltung auf eine Kleine Anfrage des Potsdamer CDU-Fraktionschefs Clemens Viehrig hervor. Die Überprüfung aller 296 Standorte von Kitas, Schulen, Alten- und Pflegeheimen sei abgeschlossen worden, teilte die Stadtverwaltung darin mit. Überall dort, wo eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde nach verkehrsrechtlichen Kriterien möglich sei, sei dies bereits angeordnet worden. „Einige Einrichtungen liegen auch in verkehrsberuhigten Bereichen, hier gilt Schrittgeschwindigkeit.“ Ohnehin hätte aktuell auch keine Schule oder andere Einrichtung Anforderungen wie Fahrbahnschwellen, optische Geschwindigkeitsanzeigen gestellt.

Fahrbahnschwellen zur Geschwindigkeitsreduzierung erteilt die Stadtverwaltung in der Antwort sogar eine grundsätzliche Absage. Sie seien in jedem Fall als objektiv verkehrsgefährdend anzusehen, heißt es. „Für Radfahrer und Rollstuhlfahrer bilden sie Barrieren, Aspekte der Straßenentwässerung und des Winterdienstes sprechen ebenfalls gegen deren Verwendung.“ Zudem verursachen Schwellen Lärm und Erschütterungen im Umfeld. Auch die Feuerwehr habe sich gegen Schwellen ausgesprochen, weil dadurch Rettungswagen gefährdet werden könnten und „gesundheitliche Schädigungen von Patienten nicht auszuschließen“ seien. Allerdings hatte die Stadt noch vor zwei Jahren in der Viereckremise solche Schwellen installiert, um den Schleichverkehr durch das Wohnviertel zu bremsen.

Wie berichtet plant die Stadt noch in diesem Jahr Maßnahmen um die Verkehrssicherheit vor Schulen zu verbessern. So soll an der Montessori Oberschule eine Beleuchtungsanlage gebaut werden und an der Regenbogenschule eine Fahrbahnmarkierung aufgetragen werden.