• Verkehr in Potsdam: Rathaus enttäuscht Pendler aus Eiche

Verkehr in Potsdam : Rathaus enttäuscht Pendler aus Eiche

Nach dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 beschwerten sich Pendler aus Eiche darüber, lange Wartezeiten in Potsdam auf sich nehmen zu müssen. Ihrem Wunsch nach einer besseren Anbindung hat das Potsdamer Rathaus nun vorerst eine Absage erteilt.

Foto: Sebastian Gabsch

Potsdam - Der Wunsch nach besseren Anschlüssen an die Regionalbahnen für Pendler aus Eiche wohl bis auf weiteres unerfüllt bleiben. Das geht aus einer Vorlage der Stadtverwaltung für die Sitzung der Stadtverordneten am Mittwoch hervor. Darin heißt es, dass die Entwicklung vorerst beobachtet und im Zusammenhang mit der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes diskutiert werden soll. Anlass waren Beschwerden von Einwohnern aus Eiche. Sie hatten beklagt, dass seit dem Fahrplanwechsel im Dezember die Abfahrtszeiten der Buslinie 605 so geändert wurden, dass nun für Pendler nach Berlin ein Umstieg in Regionalzüge am Bahnhof Park Sanssouci oder in Golm nur mit langen Wartezeiten möglich sei. Zuvor erreichte der Bus stadteinwärts den Bahnhof Park Sanssouci so, dass es dort mit wenigen Minuten Wartezeit einen guten Anschluss an den Regionalexpress nach Berlin gab. Die Linke-Fraktion hatte sich des Themas angenommen und beantragt, dass eine Rückkehr zum alten Fahrplan geprüft werden soll.

Das Ergebnis liegt nun vor: Hauptgrund für die Anpassung der Abfahrtszeiten der Linie 605 seien Wünsche von Fahrgästen aus den westlichen Potsdamer Stadtgebieten zur Vereinheitlichung der Fahrplantakte von Tram und Bus gewesen, so die Stadtverwaltung. Vor dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 verkehrten demnach die Trams der Linien 91, 94 und 98 sowie die Buslinien 605 und 606 in Potsdam-West und in der Brandenburger Vorstadt in ungleichem Takt. Dadurch seien die Fahrzeuge der einzelnen Linien ungleichmäßig ausgelastet gewesen. Außerdem habe es oft größere Lücke gegeben. Dies habe man durch den neuen Fahrplan behoben. Allerdings räumt die Stadtverwaltung auch ein, dass nun der Anschluss zum RE1 nicht mit allen Umsteigepunkten funktioniert und es „zu einer erhöhten Reisezeit führen“ kann. 

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