• Verkehr in Potsdam: CDU will Seilbahn prüfen lassen

Verkehr in Potsdam : CDU will Seilbahn prüfen lassen

Sie versucht es erneut: Bundestagsabgeordnete Saskia Ludwig (CDU) hat sich erneut für ihre Idee ausgesprochen, in Potsdam eine Seilbahn zu bauen. Als Argument führt sie die Schließung des Restaurants "Speckers Landhaus" an. 

Saskia Ludwig wünscht sich für Golm eine Seilbahn wie die in Boliviens Hauptstadt La Paz.
Saskia Ludwig wünscht sich für Golm eine Seilbahn wie die in Boliviens Hauptstadt La Paz.Foto: Reuters/D. Mercado

Potsdam - Die Potsdamer CDU-Fraktion will hoch hinaus. Sie regt nämlich eine Machbarkeitsstudie für den Potsdamer Norden inklusive einer Seilbahn an, wie die Fraktionschefs Anna Lüdcke und Götz Friederich auf PNN-Anfrage mitteilten. „Tatsächlich müsste einmal untersucht werden, ob ein Seilbahnkonzept verkehrsplanerisch sinnvoll und technisch wie finanziell realisierbar wäre.“

Damit reagierte die Fraktion auf eine Forderung der Potsdamer CDU-Bundestagsabgeordneten Saskia Ludwig.

Ludwig hatte am Mittwoch ein „neues Denken in der Verkehrsplanung“, in Potsdam verlangt. „Die Verkehrslage spitzt sich Tag für Tag weiter zu“, so Ludwig. Ihre Diagnose begründete Ludwig damit, dass das Restaurant „Speckers Landhaus“ zum Ende dieses Monats schließen muss (PNN berichteten). Der Restaurantbetreiber hatte Personalmangel und den Verkauf des Hauses als Grund für die Schließung angegeben. Dazu komme aber auch die komplizierte innerstädtische Verkehrslage. 

Ludwig ist von ihrer Idee überzeugt: „Potsdam wäre ein idealer Standort zur Erprobung einer Seilbahn als öffentliches Verkehrsmittel.“ Allerdings sahen das alle maßgeblichen Protagonisten in Potsdam anders als Ludwig ihre Idee im Mai 2019 schon einmal öffentlich machte. Damals forderte sie in einem PNN-Gastbeitrag den Bau einer Seilbahn von Babelsberg entlang der Bahnlinie nach Golm. Allerdings konnte sich die Schlösserstiftung seinerzeit nicht vorstellen, wie Seilbahnmasten über den Schlösserdächern mit dem Welterbestatus vereinbar wären. Auch die Stadtverwaltung und der kommunale Verkehrsbetrieb konnten einem solchen Projekt auf Nachfrage nichts abgewinnen.