• Das Stadtforum Potsdam startet mit neuen Veranstaltungen

Veranstaltungsreihe in Potsdam : Wie Stadtentwicklung in Coronazeiten gedacht werden muss

Das Stadtforum Potsdam startet einen Anlauf, um die Diskussionsveranstaltungen wieder aufzunehmen. Durch die Coronakrise gewinnen die Themen Wachstum und Wohnraum noch mal eine neue Bedeutung. 

In Potsdam wird viel gebaut: Ein neues Studentenwohnheim der Potsdamer Universität am Standort Golm
In Potsdam wird viel gebaut: Ein neues Studentenwohnheim der Potsdamer Universität am Standort GolmFoto: Andreas Klaer

Potsdam - Nach einer coronabedingten Pause nimmt das Potsdamer Stadtforum nun wieder seine Veranstaltungen auf, wie Koordinator Günter Schlusche bei einem Pressegespräch am Dienstag (09.06.2020) im Rathaus zusammen mit Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) bekanntgab. Unter dem Titel „Corona und Stadt ­– Was lernt Potsdam aus der Krise?“ findet das nächste Stadtforum am 18. Juni um 18 Uhr im Bürgerhaus am Schlaatz statt. Zuschauer sind vor Ort nicht zugelassen, dafür kann jeder die Veranstaltung über den Streaming-Kanal der Stadtverwaltung live mitverfolgen.

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Erkenntnisse aus der Krise ziehen

Angesichts der Krise haben die Mitglieder des Stadtforums das Programm für dieses Jahr noch einmal überarbeitet. Nun soll das Thema Stadtentwicklung unter einem neuen Blickwinkel beleuchtet werden. „Die klassische Prioritätensetzung müssen wir etwas zur Seite stellen“, sagte Günter Schlusche. Es gehe nun darum, auf die aktuellen Ereignisse zu reagieren und nach vorne zu schauen. „Wir wollen nicht die Grundlagen der Coronakrise diskutieren“, betonte Grünen-Stadtverordnete und Forumsmitglied Saskia Hüneke. Es gehe darum, welche Lehren man aus der Krise ziehe. Welche Erkenntnisse, sowohl positive als auch negative, sich daraus ergeben.

[Alle aktuellen Entwicklungen in Folge der Coronavirus-Pandemie in Potsdam und Brandenburg finden Sie hier in unserem Newsblog.] 

Räumliche Verdichtung müsse durch die Coronakrise neu bewertet werden, sagt Oberbürgermeister Mike Schubert.
Räumliche Verdichtung müsse durch die Coronakrise neu bewertet werden, sagt Oberbürgermeister Mike Schubert.Foto: Ottmar Winter

Im Rahmen der anstehenden Diskussionsveranstaltung sollen verschiedene gesellschaftliche Bereiche abgedeckt werden. Saskia Hüneke wird in einem Online-Gespräch mit der parteilosen Bundestagsabgeordneten Anke Domscheit-Berg über die Zukunft des digitalen Raums sprechen. Weitere Bereiche sind soziales Engagement und Bürgerbeteiligung sowie Klimaschutz, Gesundheit und innerstädtische Mobilität. Dazu kommen die Themen Wohnen, Wohnumfeld und öffentlicher Raum sowie Kultur und Kreativwirtschaft. Verschiedene Vertreter referieren zu den genannten Themen. Darunter sind unter anderen Gabriele Struck, Sprecherin des Beteiligungsrates Potsdam, Axel Kruschat vom BUND Brandenburg und Dorothee Oberlinger, Intendantin der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci.

Das Programm für die kommenden Monate steht

Wie wichtig Wohnen und das Wohnumfeld geworden sei, habe sich in der Coronakrise gezeigt, sagte Schlusche. Daraus müsse man für die weitere Stadtentwicklung lernen. Das bekräftigte auch Oberbürgermeister Schubert angesichts des schnellen Wachstums der Stadt. Er sagte, dass man durch die Coronakrise „räumliche Verdichtung nun anders bewerten würde.“ In der aktuellen Situation müsse man schauen, welche Rolle die Modelle der vergangenen Jahre noch spielen.

Für die kommenden Monate hat das Stadtforum bereits ein Programm zusammengestellt. Die nächste Veranstaltung findet am 24. September zum Thema Plantagenquartier statt. Wie die Sitzungen in den nächsten Monaten laufen, müsse sich aber erst noch zeigen. „Die Sitzung, die wir am 18.  Juni planen, ist ein Experiment“, betonte Schlusche. Es sei aber wichtig, die Diskussionen wieder zu eröffnen und den Austausch voranzutreiben. Der Koordinator hofft, dass beim nächsten Mal auch wieder Publikum zu der Veranstaltung zugelassen werden könne. „Dass wir der Normalität ein Stück näherkommen.“

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