• Veranstalter gegen Besucherbegrenzung: Uneinigkeit bei Regeln für Potsdamer Adventsmärkte

Veranstalter gegen Besucherbegrenzung : Uneinigkeit bei Regeln für Potsdamer Adventsmärkte

In der kommenden Woche soll der "Blaue Lichterglanz" öffnen - mit verschärften Regeln, wenn es nach dem Willen der Stadt geht. Ausrichter Eberhard Heieck fürchtet eine Benachteiligung.

Der Weihnachtsmarkt auf dem Luisenplatz soll kommenden Montag öffnen.
Der Weihnachtsmarkt auf dem Luisenplatz soll kommenden Montag öffnen.Foto: dpa

Potsdam - In welcher Form wird der Weihnachtsmarkt „Blauer Lichterglanz“ ab nächster Woche stattfinden? Wenn es nach der Stadt geht, mit einer Begrenzung der Besucher:innen-Zahl von vier Quadratmetern pro Person oder 2G plus Schnelltest. Eberhard Heieck, dessen Firma Coex den Weihnachtsmarkt veranstaltet, geht das zu weit: Er möchte 2G und keine Begrenzung der Besucher:innen. „Es kann nicht sein, dass eine Veranstaltung, die unter freiem Himmel stattfindet, schlechter gestellt ist als eine Gaststätte, für die es derzeit keine Personen-Begrenzung gibt.“

Eine Begrenzung bedeute nicht nur weniger Gäste, sondern auch mehr Personalaufwand, da stetig gezählt werden müsse, wie viele Menschen sich auf dem Weihnachtsmarkt befänden. Heieck kritisiert auch die Zahl von vier Quadratmetern pro Person: In der Coronaschutz-Verordnung des Landes finde sich eine solche Regelung nicht.

Veranstalter Eberhard Heieck.
Veranstalter Eberhard Heieck.Foto: Andreas Klaer

Noch hat Heieck keinen Widerspruch eingelegt

Zudem seien die Bedingungen für 2G plus Test nicht gegeben: Aktuell kann man sich einmal pro Woche kostenlos testen lassen, alles darüber hinaus muss selbst bezahlt werden. „Was ist, wenn jemand öfter als einmal in der Woche auf den Weihnachtsmarkt möchte?“, fragt Heieck. Anders als berichtet habe er aber keinen Widerspruch gegen den Vorschlag der Stadt eingelegt, weil dieser nicht final sei. Widerspruch wolle er erst einlegen, wenn die Stadt tatsächlich bei ihrem Vorhaben bliebe.

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Derzeit verhandeln beide Seiten noch. „Wir werden uns schon verständigen“, sagt Heieck. Er könne die Sorgen der Stadtverwaltung nachvollziehen und stehe hinter dem Konzept 2G, aber er müsse auch die Interessen seiner Händler:innen vertreten. Von diesen werden nur 120 statt 160 Stände auf Luisen- und Bassinplatz aufbauen. Einige Händler:innen seien von sich aus nicht gekommen, da sie nicht geimpft seien, so Heieck.

Der Böhmische Weihnachtsmarkt, der ebenfalls von Coex vom 26. bis 28. November und vom 3. bis 5. Dezember durchgeführt wird, soll nach dem Willen von Heieck ebenfalls als 2G-Veranstaltung ohne Personenbegrenzung stattfinden. Auch hier haben sich beide Seiten noch nicht geeinigt.

Unter welchen Bedingungen der Polnische Sternenmarkt am Kutschstall stattfinden wird, ist ebenso noch unklar: „Wir sind noch am Planen und warten die Ergebnisse der Bund-Länder-Konferenz am Donnerstag ab“, sagt Annika Beyer vom Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, das den Weihnachtsmarkt vom 3. bis 5. Dezember veranstaltet. Geplant sind 50 Stände sowie Zirkusdarbietungen, Chorgesang, Theaterstücke und Musikkonzerte.

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