• Umstrittene Immobilie in Potsdam: Genossenschaft kauft Mehrfamilienhaus an der Wollestraße 52

Umstrittene Immobilie in Potsdam : Genossenschaft kauft Mehrfamilienhaus an der Wollestraße 52

Die Wohnungsgenossenschaft 1956 hat sich beim Kauf eines Mehrfamilienhauses gegen sechs Bewerber durchgesetzt. Sie verspricht einen Mietendeckel für die Wohnungen.

Jetzt in festen Händen: Das Mehrfamilienhaus in der Wollestraße 52 in Potsdam Babelsberg.
Jetzt in festen Händen: Das Mehrfamilienhaus in der Wollestraße 52 in Potsdam Babelsberg.Foto: Andreas Klaer

Babelsberg - Die Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 hat eine Konzeptausschreibung zum lange Zeit umstrittenen Verkauf eines Mehrfamilienhauses in der Wollestraße 52 gewonnen. 

Darüber informierte eine Vertreterin des Sanierungsträgers Stadtkontor die Kommunalpolitiker im Bauausschuss am Dienstagabend. Insgesamt habe es bei der Ausschreibung, die bis Mitte August lief, sechs Bewerbungen gegeben – von denen zwei allerdings nicht vollständig gewesen seien.

Letztlich habe eine Jury für die Genossenschaft gestimmt, womit zwei Privatpersonen und eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts als weitere Interessenten nun außen vor bleiben. 

Die Weitergabe des Hauses an eine Genossenschaft sei geeignet, damit die Immobilie nicht gewinnbringend weiterverkauft werde, versicherte die Vertreterin des Stadtkontors. Unter anderem wolle die Genossenschaft auch einen Mietendeckel für Wohnungen in dem Haus einführen. 

Auch seien die Mieter dort gesetzlich geschützt, hieß es auf Anfrage von Anja Günther von den Linken. Der geplante Verkauf war lange umstritten.

Gemeinschaftsprojekt scheiterte an Vertragsstrafen

So hatten eigentlich die Bewohner des sanierungsbedürftigen Hauses dieses selbst kaufen und als Gemeinschaftsprojekt betreiben wollen – statt einen Verkauf an einen Investor zu riskieren, der womöglich teuer renoviert und die Mieten drastisch erhöht. 

[Was ist los in Potsdam und Brandenburg? Die Potsdamer Neuesten Nachrichten informieren Sie direkt aus der Landeshauptstadt. Mit dem Newsletter Potsdam HEUTE sind Sie besonders nah dran. Hier geht's zur kostenlosen Bestellung.]

Doch das scheiterte, unter anderem weil man sich nicht mit dem Stadtkontor über von diesem verlangte Vertragsstrafen einigen konnte. Danach stand auch der Kauf durch die Stadt im Raum – zumindest hatten die Stadtverordneten einen entsprechenden Prüfauftrag der Linken beschlossen. 

Schließlich hatte die Bauverwaltung im vergangenen November die nun beendete Konzeptausschreibung angekündigt.

Mehr lesen? Hier die PNN gratis testen.