• Umfeld der Garnisonkirche: Bürgerbefragung zum Erhalt des Rechenzentrums?

Umfeld der Garnisonkirche : Bürgerbefragung zum Erhalt des Rechenzentrums?

Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert hat mehr Bürgerbeteiligung zur Debatte rund um Rechenzentrum und Garnisonkirche angekündigt. 

Henri Kramer
Über das Umfeld der Garnisonkirche soll mit den Bürgern diskutiert werden. 
Über das Umfeld der Garnisonkirche soll mit den Bürgern diskutiert werden. Foto: Andreas Klaer

Potsdam - In der Debatte über einen möglichen Teilerhalt des Kreativhauses Rechenzentrums neben dem Turm der Garnisonkirche hat Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) eine breite Bürgerbeteiligung in Aussicht gestellt. Diese werde im kommenden Jahr „ein zentrales Moment“ werden, sagte der Rathauschef in seiner Rede beim Parteitag der Potsdamer SPD am Samstag. 

Der Konflikt solle so entschieden werden, „dass er unsere Stadtgesellschaft in ihrer ganzen Breite repräsentiert, sie nicht spaltet“, so Schubert. Er hoffe dabei auf eine Mehrheit in der Stadtpolitik für einen Weg, „bei dem nicht nur die üblichen Verdächtigen“ sich einbringen könnten. Eine PNN-Nachfrage, ob er sich auch eine Bürgerbefragung zur Zukunft des Rechenzentrums vorstellen könne, ließ Schubert unter Verweis auf die anstehenden Diskussionen in der Stadtpolitik offen. Ihm gehe es darum, möglichst viele Potsdamer an einer Lösung des Dauerstreits zu beteiligen. 

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Gespräche mit Stiftung und Kreativen

Vor den Genossen kündigte Schubert an, noch im Dezember wolle er die ersten Ergebnisse der bisherigen Gespräche mit der Stiftung Garnisonkirche und den Nutzern des Rechenzentrums den Stadtverordneten vorstellen. Die Verhandlungen seien so konstruktiv wie er es kaum für möglich gehalten habe. Zunächst war es bekanntlich um Nutzungsmöglichkeiten für das Umfeld des Turms gegangen, der gerade errichtet wird. Dazu hoffe er nun auf eine gemeinsame Positionierung von Stadt, Stiftung und Rechenzentrum, bevor es in einer weiteren Diskussionsphase um Städtebauliches und Architektur gehe. „Der Ort ist mehr als die bauhistorische Reparaturarbeit an der Stadtsilhouette“, so Schubert. 

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Seit Jahren sorgt das Thema Garnisonkirche für Kontroversen. Bisher ist vorgesehen, dass das Rechenzentrum Ende 2023 leergezogen und abgerissen wird. Ein Teil des DDR-Baus steht einem möglichen Kirchenschiff im Weg.

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