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Umbau zum Museum : Die Arbeiten am Minsk beginnen

In der zweiten Januarwoche startet der Umbau des Terrassenrestaurants Minsk zu einem Museum. Zudem wird erstmals ein Eröffnungstermin genannt. 

Das ehemalige Terrassenrestaurant Minsk am Brauhausberg im April 2019.
Das ehemalige Terrassenrestaurant Minsk am Brauhausberg im April 2019.Foto: Sebastian Gabsch PNN

Potsdam - Der Umbau des einstigen Terrassenrestaurants Minsk zu einem Museum beginnt in wenigen Tagen. Die Arbeiten starten in der zweiten Januarwoche 2020, wie die Hasso-Plattner-Stiftung am Donnerstag mitteilte. Auch der Zeitpunkt der Eröffnung wurde erstmals genannt: Im Herbst 2021 soll es soweit sein. Gleichzeitig mit der Eröffnung soll auch wieder ein Café mit Terrassenbetrieb für die Besucher zur Verfügung stehen, hieß es. 

So soll das Minsk nach derzeitiger Planung aussehen. 
So soll das Minsk nach derzeitiger Planung aussehen. Visualisierung: Museum Minsk

Die Stiftung des Mäzens und Software-Unternehmers Hasso Plattner will das ehemalige DDR-Terrassenrestaurant Minsk auf dem Brauhausberg kaufen, sanieren und im originalgetreuen Bau ein Museum für DDR-Kunst einrichten. Die Pläne waren im März 2019 bekanntgeworden, seitdem drang kaum etwas über das Projekt an die Öffentlichkeit.  Am Donnerstag teilte die Stiftung mit, Ziel der  Umgestaltung sei es, "den Potsdamern ein vertrautes Gebäude am Brauhausberg zu erhalten und es dennoch grundlegend zu verjüngen und für die neue Nutzung optimal herzurichten." Das Museum solle "ein weiterer kultureller Hotspot im Stadtleben der brandenburgischen Landeshauptstadt sein." Geplant sei auch die komplette oder teilweise Rekonstruktion der Minsk-Terrassen mit Wasserspiel nach dem historischen Vorbild.

Zuerst müssen die Schadstoffe weg 

Die Umgestaltung startet laut Stiftung mit der Beseitigung von Schadstoffen, etwa asbesthaltigem Material, der Entkernung der Flächen und der Sanierung des schadhaften Betonkernes. "Auf den früheren Gastronomieflächen entstehen nach der Entkernung zwei Ausstellungsebenen von insgesamt 900 qm, die mit einer LED-Beleuchtungsanlage und diversen Verdunklungssystemen ausgestattet werden, um sowohl eine exzellente Gemäldepräsentation als auch die Installation von zeitgenössischen Werken verschiedener Kunstgattungen zu erlauben".  Um diesen "Museumskern" herum sollen sich die Bereiche für das Personal, die Sicherheitssysteme sowie die Garderoben und die Sanitärräume gruppieren. Das Haus werde barrierefrei sein und erhalte dafür einen Aufzug, Parkplätze und schwellenfreie Wege.

Äußerlich solle sich das Museum Minsk möglichst wenig von seinem Vorgängerbau unterscheiden, so die Stiftung. "Die horizontale Gliederung der beiden Hauptgeschosse, die auffällige Fassade aus Fensterbändern, Betonelementen und ziegelrotem Mauerwerk – dies alles soll grundsätzlich beibehalten werden." Lediglich die Fensterflächen der Hauptfront würden eine neue Teilung erhalten.

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