Potsdam : Umbau von Kaserne kann beginnen

W. Gutzeit

Fahrland - Neues Leben in der alten Kaserne Krampnitz: Am Mittwochabend hat der Ortsbeirat Fahrland einstimmig dem städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt Potsdam und der TG Potsdam GmbH aus Hannover zugestimmt. Zugleich wird die Weiterführung des Bebauungsplans Nr. 107 „Kaserne Krampnitz“ befürwortet. „Durch die Vereinbarung soll der vielfältige Bestand an denkmalgeschützten Gebäuden und historischen Freiflächen und der reichhaltige Baumbestand erhalten werden. Um die Voraussetzungen für die Reaktivierung des teilweise verfallenen Komplexes und die Nutzung der brachen Militärflächen zu schaffen ist die Stadt bereit, dieses Vorhaben planungsrechtlich durch Schaffung von Baurechten zu unterstützen“, heißt es in dem Papier.

Die Kavallerie-Reitschule Krampnitz wurde 1937 erbaut. Nach dem 2. Weltkrieg von den sowjetischen Truppen bezogen, verließen diese 1994 die Garnison, seitdem steht die Kaserne leer. Nun soll das Gelände zu einem Wohnpark der gehobenen Kategorie entwickelt werden. Dabei werden vor allem die am Rande liegenden älteren Wohnhäuser integriert und die historischen Kasernenblocks einbezogen. Die Häuser aus den 50er bis 80er Jahren sollen verschwinden. Für die Erschließung als Baugebiet wird eine Zufahrt über die verlängerte Ketziner Straße favorisiert, eine Anbindung an die B2 am früheren Haupteingang am Krampnitzsee ist nicht vorgesehen.

In einem Masterplan sollen das städtebauliche Konzept und die Nutzungsstrukturierung entwickelt sowie die Eckpunkte der Planung festgelegt werden. Nach der Bestätigung durch die Stadtverordneten wird der Bebauungsplan in verschiedene Planbereiche aufgeteilt.

Die TG Group will nach eigenen Angaben bis zu einer Milliarde Euro in der Kasernenanlage investieren. Der erste Spatenstich soll im Spätsommer 2009 erfolgen. W. Gutzeit