• Erste Kritik an Plänen für die Potsdamer Biosphäre

Umbau der Tropenhalle in Potsdam : Erste Kritik an Plänen für die Biosphäre

Ausgerechnet sein Parteifreund Pete Heuer kritisiert Schuberts Umbaupläne für die Potsdamer Biosphäre. Er warnt vor einem „millionenschweren Risiko für die Stadt“.

Die Biosphäre soll für 17 Millionen Euro zu einer Klima-Erlebniswelt umgebaut werden.
Die Biosphäre soll für 17 Millionen Euro zu einer Klima-Erlebniswelt umgebaut werden.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Der für rund 17 Millionen Euro geplante Umbau der Biosphäre zu einem Lern- und Erlebniszentrum zu den Themen Klimawandel und Artenvielfalt sorgt für Diskussionen. Während Oberbürgermeister Mike Schubert am Wochenende via Facebook erneut von einem „guten Ergebnis“ sprach, teilte sein Parteifreund und SPD-Fraktionschef Pete Heuer am Wochenende auf PNN-Anfrage zu den in einem mit Experten und Stadtverordneten besetzten Workshop entwickelten Plänen für die Tropenhalle mit: „Das Ergebnis ist ernüchternd.“ Bei „genauerem Hinsehen könnte das Ganze zu einem millionenschweren Risiko für die Stadt werden“, sagte Heuer, der auch Vorsitzender des für Haushaltsfragen zuständigen Finanzausschusses ist. Man werde das in der Fraktion beraten. 

Der Potsdamer SPD-Fraktionschef Pete Heuer.
Der Potsdamer SPD-Fraktionschef Pete Heuer.Foto: Manfred Thomas

Wie berichtet soll der Umbau der 2001 errichteten Halle wieder mehr Besucher anlocken – damit könnte auch der städtische Zuschussbedarf auf rund 450.000 Euro pro Jahr sinken, was die Hälfte oder sogar nur ein Drittel der bisherigen Zahlungen bedeuten würde. Dafür wird aber mit einem Besucherstrom von 260.000 Gästen pro Jahr kalkuliert, jetzt sind es 110.000 weniger. Die Attraktivität will die Stadt durch zusätzliche Erlebniswelten in der Tropenhalle erhöhen, ferner sind daneben ein neues Hotel samt Wellness- und Tagungsbereich sowie eine auch für Anwohner nutzbare Außen- und Innengastronomie geplant.

Unklar ist noch, wann der Umbau stattfinden soll und ob die Halle dafür geschlossen werden muss. Zunächst sollen die Stadtverordneten nach Schuberts Willen einen Grundsatzbeschluss zum Umbau noch vor der Kommunalwahl fällen. 

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