• Trotz Coronakrise: Preise für Potsdamer Immobilien gestiegen

Trotz Coronakrise : Preise für Potsdamer Immobilien gestiegen

Potsdams Immobilienmarkt trotzt allem Anschein nach der Coronakrise. Die Preise steigen. Das zeigt ein Zwischenstand des Grundstücksmarktberichts für das erste Halbjahr 2020.

Das meiste Geld wurde im ersten Halbjahr für bebaute Grundstücke ausgegeben.
Das meiste Geld wurde im ersten Halbjahr für bebaute Grundstücke ausgegeben.Foto: Ottmar Winter

Potsdam - Ob Boom oder Krise – die Preise auf Potsdams Immobilienmarkt steigen. Das geht aus dem aktuellen Zwischenstand des Grundstücksmarktberichts für das erste Halbjahr 2020 hervor, den die Stadtverwaltung am Dienstag veröffentlicht hat. Demnach zogen beispielsweise die Preise für Reihenhäuser um mehr als zehn Prozent auf 584.000 Euro an, Doppelhaushälften verteuerten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 573.000 Euro. Pro Quadratmeter Wohnfläche wurden im Durchschnitt 4350 Euro fällig. Der durchschnittliche Gesamtkaufpreis für freistehende Einfamilienhäuser fiel zwar leicht auf 550 000 Euro, pro Quadratmeter wurde aber mit 4455 Euro etwas mehr verlangt als im Vorjahreszeitraum.

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Beim Umsatz noch Luft nach oben

Gestiegen sind auch die Preise beim Weiterverkauf von Eigentumswohnungen. In vor 1960 errichteten Altbauten kostete der Quadratmeter 3750 Euro im Durchschnitt – ein Zuwachs von mehr als zehn Prozent. In zwischen 1960 und 1990 errichteten Gebäuden kostete ein Quadratmeter Wohneigentum 2510 Euro. Auch das ist ein Zuwachs von mehr als zehn Prozent. Der Preise in Gebäuden, die nach 1990 errichtet wurden, stagnierten bei durchschnittlich 3070 Euro.

Inwieweit sich die Coronavirus-Pandemie auf den Potsdamer Immobilienmarkt auswirkt, könne derzeit noch nicht eingeschätzt werden, heißt es in dem Bericht. Von Anfang Januar bis Ende Juni seien 523 Kaufverträge notariell beurkundet worden. „Das sind 15 Prozent weniger Verträge als im vorjährigen Vergleichszeitraum“, hieß es. „Auch beim Geldumsatz in Höhe von 361 Millionen Euro ist ein Umsatzrückgang von 6 Prozent zu verzeichnen.“ Ob der Rückgang allerdings in der Coronakrise seine Ursache hat ist unklar, schließlich waren die Kennzahlen schon im Vorjahr gesunken – und zwar deutlicher. 2018 waren es im ersten Halbjahr noch 491 Millionen Euro gewesen. Aus der Immobilienbranche hieß es seinerzeit, dass zwar eine Nachfrage vorhanden sein, aber einfach nicht genügend angeboten werde.

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Die zweite Jahreshälfte war auch schon in den vergangenen vier Jahren jeweils die umsatzstärkere. Insofern gibt es beim Umsatz noch Luft nach oben. Das meiste Geld wurde im ersten Halbjahr für bebaute Grundstücke ausgegeben. Mit 126 Verträgen wurden in diesem Segment 179,4 Millionen Euro umgesetzt. Bauland wechselte für 96,6 Millionen Euro den Besitzer. Anders als Marktberichte von Maklerfirmen oder Immobilienportalen wertet der Grundstücksmarktbericht keine Angebote aus, sondern tatsächlich beurkundete Verträge. Nicht erfasst wird allerdings, wenn statt des Grundstücks lediglich die Eigentümerfirma den Besitzer wechselt.
 

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