Potsdam : Traumrolle Vampir

Vom „Schloss Einstein“ auf die Musicalbühne

Mandy-Marie Mahrenholz will alles: Schauspielern, singen, tanzen, auf der Theaterbühne stehen und vor der Filmkamera. Gerade einmal 22 Jahre alt ist die Potsdamerin, die als „Laura Marwege“ in der TV-Kinder-Serie „Schloss Einstein“ bekannt wurde. Fanpost für diese Rolle bekommt sie bis heute, erzählt sie lachend. Zur guten Laune hat sie momentan allen Grund: Das Diplom als „staatlich anerkannte Musicaldarstellerin“ in der Tasche, hat Mandy-Marie Mahrenholz bereits ihr erstes Musical-Engagement in Brandenburg/Havel hinter sich, bereitet sich auf einen Auftritt beim Kölner Domspiel vor und ist demnächst in einer Gastrolle in der RTL-Soap „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ zu sehen.

„Es läuft optimal“, freut sich die 22-Jährige. Erst im Juli hat sie ihre Ausbildung an der Hamburger „Joop van den Ende Academy“ nach drei Jahren abgeschlossen. Im August stand sie in Brandenburg/Havel im Musical „Gloria“ als Straßenkind Doria auf der Bühne des Brandenburger Stahlpalastes. „Ich habe zwei Lieder solo gesungen“, erzählt die 22-Jährige. Ein Karrierestart unter besten Vorzeichen, auch wenn die Vorbereitung auf „Gloria“ eine Herausforderung war: „Wir haben zehn Choreographien in zwei Tagen einstudiert.“ Eine Wiederaufführung im Winter ist in Planung.

Vorher gibt es ein Wiedersehen auf dem Fernsehbildschirm: In der Soap „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ spielt Mandy-Marie Mahrenholz die Gastrolle der Ida Krenzlin. Gedreht wurde in den Babelsberger Filmstudios, wo Mandy- Marie als Achtjährige für den Film „Die Vergebung“ erstmals vor der Kamera stand. Am 9. September dann ist sie vor der imposanten Kulisse des Kölner Doms im Open-Air-Schauspiel-Spektakel „Das Kölner Domspiel“ zu sehen.

Zeit zum Durchatmen wird sie auch danach kaum haben: „Ich erstelle mir gerade einen Plan mit Tanz- und Gesangsunterricht und Konditionstraining“, erzählt die Potsdamerin, die ihre ersten Tanzschritte im Ballettstudio Erxleben machte und bei den Cheerleadern des SV Babelsberg tanzte. Körperliche Höchstleistungen erfordert auch eine Musicalrolle: Acht Shows pro Woche müssen dann absolviert werden – mit doppelten Auftritten an den Wochenenden, erzählt das Nachwuchstalent. Ihr Traum ist eine Rolle im Grusical „Der Tanz der Vampire“ nach dem gleichnamigen Film von Roman Polanski: „Die Geschichte und die vielen Kostümwechsel gefallen mir.“

Zwischen Bühne und Film will sie sich nicht entscheiden: „Ich will versuchen, auch weiter beides zu machen“, sagt Mandy-Marie Mahrenholz. „Auf der Bühne musst du das Publikum direkt in den Bann ziehen und spielst eine Rolle durchgehend“, erklärt sie: „Die Herausforderung beim Film ist es, immer im Moment zu sein, auch wenn nicht chronologisch gedreht wird.“ Jana Haase

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