• „Too Good to Go“: Potsdamer nutzen Anti-Wegwerf-App zahlreich

„Too Good to Go“ : Potsdamer nutzen Anti-Wegwerf-App zahlreich

Mittlerweile sind es 1000 Potsdamer, die sich bei der App „Too Good to Go“ registriert haben. Und seit Jahresbeginn sind auch eine Menge Geschäfte dazugekommen, die jetzt mit der App Lebensmittel retten.

Was früher nicht mehr verkauft werden konnte, findet mit der App noch einen Abnehmer.
Was früher nicht mehr verkauft werden konnte, findet mit der App noch einen Abnehmer.Foto: Ottmar Winter

Potsdam - Immer mehr Potsdamer Geschäfte entschließen sich, übrig gebliebene Lebensmittel mit der Anti-Wegwerf-App „Too Good to Go“ (iOS/Android) zu retten. Seit einem PNN-Bericht vom Jahresbeginn ist die App in Potsdam um das Doppelte gewachsen: Waren es damals nur fünf Läden, machen mittlerweile 15 mit. Und auch die Zahl der registrieren Kunden ist von 500 auf 1000 gewachsen. Nach Angaben des Unternehmens sind in Potsdam insgesamt bereits 2000 Mahlzeiten gerettet worden.

Foto: promo

Neu dazugekommen sind etwa das „Buena Vida Coffee“ am Bassinplatz, „Bagels & Coffee“ in der Friedrich-Ebert-Straße oder das „Café Kurfürstenstift“ in der Behlertstraße. Weitere neue Lebensmittelretter sind das Bistro im St.-Josefs-Krankenhaus, das „Café Midi“ am Neuen Garten und das Restaurant „Theaterklause“ in der Brandenburger Vorstadt. In Babelsberg sind zwei Filialen der Bäckerei Schmidtke sowie das Café „Erfrischungshalle“ am Bahnhof Griebnitzsee neu mit dabei. Als einziger Supermarkt ist in Potsdam der Edeka-Markt Meinke im Babelsberger Weberpark in der App registriert.

App-Macher wollen in Potsdam werben

Das soll aber nicht alles sein. Die App-Macher wollen in Potsdam noch einmal verstärkt werben. „Es wird Ende März eine Art Flashmob geben – bei der wir versuchen, möglichst viele Läden auf unsere App aufmerksam zu machen“, sagte Unternehmenssprecherin Franziska Lienert den PNN. Insgesamt seien in ganz Deutschland derzeit 2600 Läden aus mehr als 400 Städten und eine Million Kunden in der App angemeldet, sagte sie.

Das Konzept der Anwendung ist einfach, es profitieren sowohl die Kunden als auch die Geschäfte: Die Lebensmittelhändler und Gastronomen können übrig gebliebenes Essen, das sonst im Müll landen würde, über die App vergünstigt verkaufen. Die Kunden können die Produkte dann im Laufe des Tages bargeldlos über die App kaufen und am Abend abholen. Weil aber am Vormittag noch nicht absehbar ist, was tatsächlich übrig bleibt, verkaufen die meisten Händler Überraschungstüten. 

Die App „Too Good to Go“ kann hier für iOS und hier für Android heruntergeladen werden.