Potsdam : Tierheimsuche bleibt Problemfall

Verwirrung um eine im Internet veröffentlichte Liste, in der es um erhebliche Schwierigkeiten und hohe Auflagen für das vom Tierschutzverein (TSV) geplante Tierheim für Potsdam geht. Dabei handelt es sich um Recherchen und Einschätzungen der neuen Bürgerinitiative „Potsdam braucht ein Tierheim“ (BI), die von der BI – und nicht wie berichtet von dem TSV – veröffentlicht wurden. Dies sagte eine BI-Sprecherin den PNN und betonte, dass es der Initiative um Transparenz in dem Verfahren gehe. Unter anderem ist in der Liste von Problemen bei der Finanzierung der Zufahrt für das zuletzt vom TSV für das Tierheim gekaufte Sago-Gelände an der Michendorfer Chaussee die Rede, aber auch langwierigen Genehmigungsprozessen, fehlenden Anschlüssen und einer möglichen Belastung des Geländes mit Kampfmitteln, die noch geprüft werden muss. Dies alles könne den geplanten Tierheimneubau um Jahre verzögern oder gar verhindern, hieß es in der Liste.

Der TSV selbst kommentierte die aufgeworfenen Fragen und Probleme des Projekts auf Anfrage nicht weiter – dementierte die einzelnen Punkte aber auch nicht. Mehrere Punkte – etwa die fehlenden Wasseranschlüsse oder Kosten für die Zuwegung von mehreren Hunderttausend Euro – sind auch schon seit Jahren bekannt. Der TSV kämpft seit Jahren um ein neues Tierheim, nachdem die frühere Einrichtung am Wildpark Ende 2007 nach Entscheidung der Stadt geschlossen wurde. Hierzu arbeiten der TSV, die besagte BI für ein Tierheim und der Verein Tierrettung Potsdam eng zusammen, um den wiederholt im Bürgerhaushalt deutlich geäußerten Wunsch nach einem Tierheim in Potsdam zu realisieren. HK