• Studentenwohnheim Potsdam: Wohnen für Studenten

Studentenwohnheim Potsdam : Wohnen für Studenten

In Bornstedt entstehen nun doch 214 Kleinwohnungen - zum Verkauf an Kapitalanleger.

Bornstedt - Der seit Jahren angekündigten, aber bislang nicht begonnene Bau von Studenten-Apartments an der Ecke Pappelallee/Reiherweg kommt nun doch zustande – wenn auch etwas anders als bislang gedacht. Das Vorhaben hat die deutschlandweit aktive Project Immobilien Wohnen AG mit Sitz in Nürnberg übernommen, wie eine Sprecherin den PNN bestätigte. Statt der einst geplanten 166 Studentenwohnungen sollen nun sogar 214 entstehen.

Baubeginn könnte noch 2018 sein, 2021 könnten die Bauarbeiten beendet sein, hieß es weiter. Zur Investitionssumme machte das Unternehmen keine Angaben. Größtenteils plane man Wohnflächen zwischen 23 und 35 Quadratmetern, so die Sprecherin – plus drei größere Wohnungen mit 62 Quadratmetern. Zur geplanten Miete konnte das Unternehmen keine Angaben machen. „Wir bieten die Wohnungen für Kapitalanleger zum Kauf an, die ihr Apartment im Anschluss an Studenten vermieten“, so die Sprecherin.

Das Areal hat schon Schlagzeilen gemacht. Im vergangenen Juni hatten die PNN über den Verdacht berichtet, dass das Bau- zum Spekulationsprojekt mutiert sein könnte – ausgerechnet mit indirekter Unterstützung von Linke-Politikern wie dem Bundestagsabgeordneten Gregor Gysi oder Stadtfraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg. Diese hatten sich im Rathaus in der ersten Planungsphase für die schon Mitte 2015 erteilte Baugenehmigung für das Projekt stark gemacht. Doch danach war nichts weiter passiert: Die Spur der PNN-Recherche hatte sich bei der privaten Pappelallee Potsdam Projekt GmbH verloren, deren Gesellschafter teilweise Verbindungen bis nach Russland hatten. Anfragen, wann etwa die Studentenwohnungen gebaut werden sollen, blieben im Juli 2017 unbeantwortet.

Just in jenem Monat sei das Grundstück bereits von der besagten Pappelallee GmbH an die Nürnberger Project Immobilien AG verkauft worden, wie die Firmensprecherin sagte. Zum Preis machte sie keine Angaben. Die Stadtverordneten hatten Anfang des Jahres auf Initiative der SPD Aufklärung über das ins Stocken geratene Vorhaben für die dringend benötigten Studentenwohnungen gefordert.