• Studentenkeller am Neuen Palais: Nutzung des Nil Clubs soll ausgeweitet werden

Studentenkeller am Neuen Palais : Nutzung des Nil Clubs soll ausgeweitet werden

Der Potsdamer Studentenkeller Nil Club soll zusätzlich am Tage als Lernort und für Kreativarbeiten genutzt werden. Doch erst steht der Umbau an.

Der Studentenkeller Nil Club wird umgebaut. 
Der Studentenkeller Nil Club wird umgebaut. Foto: Amin Aaljarmakani

Potsdam - Der Studentenkeller Nil Club am Campus Neues Palais wird frühestens 2021 wiedereröffnet werden können. Das geht aus einer Information der Universität Potsdam hervor. Nach dem Umbau des Studentenkellers soll anschließend auch eine Nutzung der Räumlichkeiten am Tage möglich sein – unter anderem für Kreativarbeit. Außerdem könnten Studierende dort zusätzlichen Platz zum Arbeiten und Lernen finden, ergänzend zu den bereits vorhandenen Selbstlernzonen, teilte die Uni am Freitag mit. Aber auch zum Entspannen und zum abendlichen Feiern könne das Nil weiter genutzt werden, hieß es.

Sanierung für 600 000 Euro

Wie berichtet war der Treff im Februar 2019 wegen gravierender Mängel geschlossen worden. Bei einer Überprüfung des Clubs waren Defekte an der elektrischen Anlage im Keller entdeckt worden, außerdem war der Zustand von Steckdosen mangelhaft gewesen, Rettungswege waren überdies nicht regelkonform. Nun soll der Studentenkeller für rund 600 000 Euro saniert werden. Die ersten Ausschreibungen für die bauliche Instandsetzung wurden der Uni zufolge jetzt veröffentlicht. Derzeit werde ein Fachplanungsbüro gesucht. Insgesamt wird der Universität zufolge mit einer mindestens einjährigen Bauzeit gerechnet.


Erleichtert über den Fortschritt zeigt sich indes der Sprecher für die Betreiberinnen und Betreiber des Nil e.V., Florian Rumprecht: „Nach der Schließung waren wir sehr froh zu wissen, dass uns, entgegen vieler Gerüchte, die Universität bei der Wiedereröffnung unterstützt.“ Die Kosten für die Sanierung übernimmt den Angaben zufolge größtenteils die Universität, aber auch die Studierendenschaft leistet einen fünfstelligen Beitrag.

"Zeitnaher Baustart"

Zufrieden zeigt sich auch Maximilian Mindl, Referent für Kulturpolitik im Allgemeinen Studierendenausschuss: „Ein Campus ohne kulturelle Angebote, wie sie zum Beispiel am Neuen Palais vom Nil e.V. bereitgestellt werden, würde so nicht mehr seine Funktion als Lern- und Begegnungsstätte erfüllen.“ Wünschenswert sei nun ein zeitnaher Baustart, so Mindl. 

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