• Stadtverordnete für Rettung von Kleingartensparte „Angergrund“

Streit um Kleingärten in Potsdam : Stadtverordnete für Rettung von „Angergrund“

Die Stadtverordneten machen sich fraktionsübergreifend für den Erhalt der Kleingartensparte „Angergrund“ an der Dieselstraße stark. Der Fall beschäftigt die Gerichte.

Für den Erhalt. Rund 50 Gärtner bei einem Protest für ihre Sparte am Angergrund.
Für den Erhalt. Rund 50 Gärtner bei einem Protest für ihre Sparte am Angergrund.Foto: S. Gabsch

POtsdam/Babelsberg - Die Stadtverordneten machen sich fraktionsübergreifend für den Erhalt der Kleingartensparte „Angergrund“ an der Dieselstraße stark. Einen entsprechenden Antrag haben die Fraktionen von Linke, SPD, CDU/ANW, Grüne, Die Andere und Bürgerbündnis/FDP für die Stadtverordnetenversammlung am heutigen Mittwoch gestellt. Für das Areal bekräftige man das im Jahr 2013 beschlossene Planungsziel „Grünfläche – Dauerkleingärten“. „Spekulationen auf eine künftige bauliche Nutzung entbehren jeder realistischen Grundlage“, heißt es in dem Beschlusstext weiter. Noch dieses Jahr soll für den Bereich ein Bebauungsplan vorbereitet werden.

Wie berichtet möchte die Berliner Immobilienfirma Tamax auf der Fläche bis zu 500 Wohnungen bauen und geht gegen die Gartenparzellen auch rechtlich vor. Die Firma hat eine Räumungsklage gegen jeden einzelnen der 24 Gärtner der Sparte erhoben. Der Investor hatte diesen zunächst ein Ultimatum für die Räumung im März gesetzt, das diese aber verstreichen ließen. Die Prozesse vor dem Potsdamer Amtsgericht laufen nun an. Durch die Klarstellung der planerischen Ziele der Stadt für diese Fläche solle der Verdrängungsdruck für die Gärten aufgehoben werden, heißt es in dem Antrag.

Der Fall beschäftigt die Gerichte

Die Kleingärtner wollen trotz der Klagen nicht nachgeben und setzen Hoffnung in das Engagement der Stadtpolitik. „Wir geben nicht auf und gehen zur Not auch in zweite Instanz“, sagte der Vorsitzende des Kleingartenvereins, Andreas Fischer, gegenüber den PNN. Bei einer Spendenaktion habe der Verein insgesamt rund 1200 Euro für die Verfahren gesammelt.

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