• Streit um Engagement gegen die Garnisonkirche: Studierende beharren auf Förderung

Streit um Engagement gegen die Garnisonkirche : Studierende beharren auf Förderung

Brandenburgs Wissenschaftsministerium will es vebieten - doch die Studentenvertreter der Uni Potsdam verteidigen ihre finanzielle Unterstützung der Garnisonkirchengegner. Sie fürchten um die Studentenwohnheime und das Kulturprojekt "Pub à la Pub".

Vielleicht nicht so schick wie die Garnisonkirche - aber sicher von größerem Nutzen: Die Studentenwohnheime in der Breiten Straße.
Vielleicht nicht so schick wie die Garnisonkirche - aber sicher von größerem Nutzen: Die Studentenwohnheime in der Breiten Straße.Foto: Andeas Klaer

Potsdam – Der Studierendenausschuss der Universität Potsdam (Asta) hat die Verwendung studentischer Gelder für eine Bürgerinitiative gegen den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche verteidigt. Das Brandenburger Wissenschaftsministerium will dem Asta untersagen, die Initiative finanziell zu unterstützen. Die Verwendung der Gelder sei nicht durch das Hochschulgesetz gedeckt, wonach Geld nur für studentische Aufgaben verwendet werden dürfe. Die Studenten verweisen nun darauf, dass in den Plänen zur Wiederherstellung der historischen Innenstadt weder die Studentenwohnheime, noch das studentische Kulturprojekt „Pub à la Pub“ zu finden sei. „Studentische Kultur und preiswertes Wohnen sind jedoch grundlegende Interessen der Potsdamer Studierenden.“ Der Vorstoß des Ministeriums sei der verzweifelte Versuch, die Bürgerinitiative zu torpedieren, sagte Asta-Referent Paul Möller. Die Initiative hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 6000 Unterschriften gegen den Wiederaufbau der Kirche gesammelt.

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Rückendeckung bekamen die Studierenden vom wissenschaftspolitischen Sprecher der Linken-Landtagsfraktion, Peer Jürgens. Er sieht das Engagement der Studierenden durch das neue Hochschulgesetz gedeckt. Demnach soll die politische Bildung, staatsbürgerliches Verantwortungsbewusstsein und das Eintreten für Toleranz gefördert werden. „Genau das macht die Studierendenschaft mit der Unterstützung des Bürgerbegehrens“, so Jürgens. Er fordert das Ministerium auf, seine Rechtsauffassung noch einmal zu überdenken und das demokratische Engagement der Studierendenschaft zu ermöglichen.

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