• Staufalle ab Ende August: A10 im Potsdamer Norden wird zur Dauer-Baustelle

Staufalle ab Ende August : A10 im Potsdamer Norden wird zur Dauer-Baustelle

Da kommt was auf Autofahrer zu: Für die Sanierung von vier Brücken und sieben Kilometer Fahrbahn wird die A10 nördlich der Stadt ab Ende August zur Baustelle - jahrelang.

Wegen des geplanten sechsspurigen Ausbaus des Berliner Rings (A10) kommt es bis 2022 immer wieder zu Sperrungen. Die Strecken werden bei laufendem Betrieb ausgebaut und erneuert.
Wegen des geplanten sechsspurigen Ausbaus des Berliner Rings (A10) kommt es bis 2022 immer wieder zu Sperrungen. Die Strecken...Foto: Christophe Gateau/dpa

Potsdam/Werder (Havel) - Harte Zeiten für Pendler, Autofahrer und Anwohner im Potsdamer Norden: Die A10 nördlich der Stadt wird ab Ende August für zweieinhalb Jahre zur Baustelle. In dieser Zeit sollen zwischen der Havelbrücke bei Leest und der Abfahrt Potsdam-Nord auf knapp sieben Kilometer die Fahrbahn erneuert werden. Außerdem sollen vier Brückenbauwerke saniert werden. Das teilte der Landesbetrieb Straßenbauwesen Brandenburg mit. Gebaut wird den Angaben zufolge in drei Abschnitten bis Dezember 2022. Die genauen Termine und Sperrzeiten sollen jeweils kurz vor Beginn der Arbeiten mitgeteilt werden. Die Autobahn wird im gesamten Zeitraum in beide Richtungen einspurig. Es ist mit Stau zu rechnen.

Erster Bauabschnitt

Im ersten Bauabschnitt wird laut Straßenbaubetrieb zunächst zwischen der Havelbrücke und der Anschlussstelle Leest der Asphaltoberbau der Fahrbahn sowie des dort befindlichen Parkplatzes erneuert. Zudem wird die dortige Entwässerungsanlage im Mittelstreifen saniert und die Leitplanken auf der Fahrbahn in Richtung Norden erneuert. Wegen der begrenzten Platzverhältnisse können die Arbeiten nur bei halbseitiger Sperrung durchgeführt werden, pro Richtung steht ein Fahrstreifen zur Verfügung. In den Herbstferien vom 12. Oktober bis 24. Oktober wird zudem die Abfahrt Leest gesperrt, Autofahrer müssen dann auf die Abfahrten Phöben oder Potsdam-Nord ausweichen.

Zweiter Bauabschnitt

Im zweiten Bauabschnitt wird zwischen den Abfahrten Leest und Potsdam- Nord in nördlicher Richtung die Fahrbahn erneuert und die Schutzplanken umgerüstet. Auch dort sollen die Entwässerungsanlagen im Mittelstreifen saniert werden. Zudem werden vier Brücken erneuert: die schadhafte Brücke über den Eichholzweg zwischen Leest und Töplitz, die Brücke über den Wirtschaftsweg, die Brücke über die Uetzer Dorfstraße und die Brücke über die Bundesstraße B273 an der Abfahrt Potsdam- Nord. Die Abfahrt soll während der Arbeiten offengehalten werden. Lediglich zur Erneuerung der Leitplanken sind „tageweise Einschränkungen an der Ausfahrrampe erforderlich“, so der Landesbetrieb.

Arbeiten an den Brücken

An den Brücken sollen jeweils die alten Überbauten abgerissen und neue Fertigteile montiert werden. Dafür sind Vollsperrungen der Straßen und Wege unter den Brücken nötig. Diese sollen so koordiniert werden, dass die Erreichbarkeit von Grundstücken jeweils gewährleistet wird. Die Vollsperrungen insbesondere an der B273 in Höhe der Auffahrt Potsdam-Nord sollen „nachts oder an Wochenenden“ durchgeführt werden, so der Landesbetrieb. Der dritte und letzte Bauabschnitt betrifft die Fahrspur in südlicher Richtung zwischen der Abfahrt Potsdam-Nord und Leest. Dort ist auch die Erneuerung der Asphaltdeckschicht an den erwähnten Brücken geplant. Wie in Abschnitt zwei wird der Verkehr in beiden Richtungen einspurig an der Baustelle vorbeigeführt. Die Abfahrt Potsdam-Nord soll geöffnet bleiben.

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Der Bund investiert in die Maßnahme den Angaben zufolge etwa zwölf Millionen Euro. Die Bauzeit wird wesentlich von den Brückenbauarbeiten bestimmt, erklärt der Landesbaubetrieb. Um die Zeit möglichst kurz zu halten, sei mit dem Bauauftragnehmer eine Bonusvergütung vereinbart worden: „Je kürzer die Bauzeit, je höher der Bonus.“ Geplant und begonnen wurde das Bauvorhaben vom Landesbetrieb Straßenwesen, ab 2021 übernimmt die Autobahn GmbH die Fortführung des Projekts.

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