• Stadtwerke stellen Arbeitsweise um: Keine Einschränkungen bei der Potsdamer Müllabfuhr

Stadtwerke stellen Arbeitsweise um : Keine Einschränkungen bei der Potsdamer Müllabfuhr

Auch bei den städtischen Betrieben ändert sich in der Coronakrise die Arbeitsweise. Müll wird weiter entsorgt, Fahrkarten weiter kontrolliert.

Um die Abholung ihres Mülls müssen sich Potsdamer wohl keine Sorgen machen.
Um die Abholung ihres Mülls müssen sich Potsdamer wohl keine Sorgen machen.Foto: Sebastian Gabsch

Potsdam - Strom, Wasser, Abfall, Nahverkehr – vieles im Potsdamer Alltag hat mit den Stadtwerken und deren Tochterunternehmen zu tun. Auch sie müssen sich an die Coronakrise anpassen. So reagiert auch Potsdams Energie- und Wasserversorger EWP: Um unnötige Kontakte zu vermeiden soll bis auf Weiteres die Zahl der Hausbesuche minimiert werden, teilte das Unternehmen mit. „Ablesungen werden nicht mehr vorgenommen.“ In Abstimmung mit dem Rathaus werde ab sofort der Wechsel und die Abnahme von Gartenwasserzählern ausgesetzt. 

Alle Zähler mit dem Ablaufdatum 31. Dezember 2019 finden laut EWP bis auf Weiteres Berücksichtigung. „Zähler, die Kunden oder ein von ihnen beauftragtes Unternehmen in 2020 gewechselt haben, werden auch ohne eine Verplombung durch die EWP anerkannt.“ Alle Terminvereinbarungen zur Gartenwasserzählerwechslung oder Gartenwasserzählerabnahme sind hinfällig.

Fahrkartenkontrollen soll es weiterhin geben

Potsdams Verkehrsbetrieb (ViP) will auch weiterhin in Bussen und Trams Fahrkarten kontrollieren. Dabei sollen die Empfehlungen zum Mindestabstand eingehalten werden, teilte der Verkehrsbetrieb am Mittwochabend mit. Die Kontrollen werden laut ViP an das verringerte Fahrgastaufkommen angepasst. Es wird also weniger Kontrolleure geben. Die Deutsche Bahn hatte angekündigt, dass die Schaffner in den Zügen keine Fahrkarten mehr kontrollieren, um das Ansteckungsrisiko zwischen Personal und Passagieren zu senken. Das Kundenzentrum des Verkehrsbetriebs in der Wilhelmgalerie ist bis auf Widerruf geschlossen. Die Mobilitätsagentur im Hauptbahnhof ist noch geöffnet – allerdings nur von Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr.

Keine Sorgen um den Abfall

Auch um ihren Abfall müssen sich Potsdamer in der Coronakrise wohl keine Sorgen machen. Weil die Mitarbeiter der Stadtentsorgung gewöhnlich im Freien arbeiten, gibt es kein besonderes Infektionsrisiko. „Es gibt derzeit keine Einschränkungen der Entsorgung und Reinigung in der Fläche, die Wertstoffhöfe sind entsprechend den Öffnungszeiten geöffnet“, teilten die Stadtwerke mit. Allerdings sei die mobile Schadstoffsammlung mit dem Schadstoffmobil voraussichtlich ausgesetzt. Sperrmülltermine können nur noch online beantragt werden.

Möglicherweise hat die Coronakrise auch eine positive Folge: Sofern es die Corona-Lage im Sommer zulasse, könnte Potsdams Sport- und Freizeitbad blu im Sommer durchgehend mit allen Bereichen geöffnet bleiben. Wegen der Coronakrise ist das Bad derzeit geschlossen. Deshalb können andere Arbeiten vorgezogen werden. 

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