• Es ist offiziell: Der Potsdamer Volkspark wird verkleinert

Stadtverordnete stimmen Kompromiss zu : Offiziell: Der Volkspark wird verkleinert

Eine Online-Petition wollte die umstrittene Verkleinerung des Volksparks noch verhindern. Doch die Mehrheit der Potsdamer Stadtverordneten entschied anders.

Der Volkspark in Potsdam ist zur Buga 2001 entstanden - und mit ihm die Biosphäre.
Der Volkspark in Potsdam ist zur Buga 2001 entstanden - und mit ihm die Biosphäre.Foto: Sebastian Gabsch PNN

Potsdam - Die umstrittene Verkleinerung des Volksparks im Bornstedter Feld ist endgültig besiegelt. Die Stadtverordnetenversammlung votierte am Mittwochnachmittag mehrheitlich für eine Kompromissvariante, die zuvor bereits im Bau- und im Hauptausschuss abgesegnet worden war.

Auf dem Areal sollen Kita, Studenten- und Sozialwohnungen entstehen

Sie sieht vor, dass auf dem fraglichen Areal neben der Georg-Hermann-Allee, zwischen Minigolfanlage und Biosphärenparkplatz Studenten- und Sozialwohnungen sowie eine bislang nicht vorgesehene Kita und ein Jugendklub entstehen. Diese Lösung hatte auch die Zustimmung der kommunalen Pro Potsdam gefunden, deren Entwicklungsträger das Gebiet entwickelt. Bei einem Verzicht auf jegliche Bebauung an dieser Stelle hätte man auf 20 Millionen Euro an Einnahmen verzichten müssen, hatte das Unternehmen gewarnt.

Vor der Abstimmung hatte Anwohnerin Jenny Pöller vergeblich an die Stadtverordneten appelliert, den Park in seiner jetzigen Größe zu belassen. Sie übergab eine Liste mit 4120 Unterschriften an Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD), die in einer Online-Petition für den vollständigen Erhalt des Volksparks zusammengekommen waren.

Anwohnerin: Freiräume müssten erhalten werden

Die jetzt geplante neue Bebauung führe zu einem weiteren Wachstum des Stadtteils und damit auch zu einem weiteren Nutzungsdruck auf den Volkspark. Angesichts der rasant wachsenden Stadt müssten Frei- und Erholungsräume erhalten werden, forderte Pöller.

Unterstützung bekam sie von der Fraktion Die Andere, die dafür plädiert hatte, sich erst nach einer Entscheidung über die Zukunft der Biosphäre festzulegen.

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