• Stadtpolitik will Weiterbetrieb sichern: Deutliche Mehrheit für Freiland

Stadtpolitik will Weiterbetrieb sichern : Deutliche Mehrheit für Freiland

Vor mehr als zwei Wochen machten die Grünen in einem Antrag auf die Probleme mit dem Freiland aufmerksam. Fast schien es, dem Zentrum drohe das Aus. Doch nun will eine Mehrheit im Rathaus den Weiterbetrieb sichern.

Dem alternativen Jugendzentrum "Freiland" in Potsdam droht offenbar doch nicht das Aus.
Dem alternativen Jugendzentrum "Freiland" in Potsdam droht offenbar doch nicht das Aus.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - In der Stadtpolitik gibt es eine klare Mehrheit für den Weiterbetrieb des alternativen Kulturzentrums Freiland – obwohl die kommunalen Stadtwerke den Pachtvertrag für das Gelände in der Friedrich-Engels-Straße nicht verlängern wollen.

Doch nun hat die SPD-Fraktion für die Sitzung der Stadtverordneten am 6. Juni beantragt, dass die Rathausspitze noch vor dem 30. Juni die Rahmenbedingungen schaffen soll, dass das Freiland als selbstverwaltetes Soziokulturzentrum fortbestehen könne. Ohne eine tragfähige Lösung müsse der Freiland-Betreiber zum 30. Juni Miet- und Arbeitsverträge kündigen, „da ohne Pachtvertrag die Geschäftsgrundlage entfällt“, warnt die SPD.

Grüne hatten auf die Probleme um das Freiland in einem Antrag aufmerksam gemacht

Vor mehr als zwei Wochen hatten bereits die Grünen mit einem Rettungsantrag auf die Probleme aufmerksam gemacht. Demnach soll Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) persönlich die Stadtwerke anweisen, den Pachtvertrag um ein Jahr zu verlängern. In dieser Zeit soll dann eine langfristige Lösung gefunden werden. Der Initiative der Grünen haben sich inzwischen die Linke-Fraktion und Die Andere angeschlossen. Zusammen mit der SPD ist das eine Mehrheit im Stadtparlament.

Zugleich widerspricht das Rathaus einer Aussage der Stadtwerke. Diese hatten den Freiland-Betreibern mitgeteilt, dass sie die Stadtverwaltung über die geschätzten Kosten für die auf dem Gelände noch erforderlichen Baumaßnahmen informiert hätten. Doch dazu lägen der Stadt keine offiziellen Aussagen oder Zahlen vor, teilte das Rathaus nun auf Anfrage der Grünen mit. Gleichwohl verhandele man mit den Stadtwerken.

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