• Sportplatz soll für Schule weichen: Comenius-Förderschule kann erweitert werden

Sportplatz soll für Schule weichen : Comenius-Förderschule kann erweitert werden

Babelsberg/ Teltower Vorstadt - Bei der händeringenden Suche nach neuen Standorten für Schulen gibt es für Babelsberg eine neue Variante. Demnach könnte es nun darauf hinauslaufen, dass die Stadt den viel genutzten Sportplatz „Sandscholle“ an der Franz-Mehring-Straße verlagert, um dort eine für den Kiez dringend benötigte neue Grundschule bauen zu können. Als Ersatz käme ein Areal in der Helmert-Allee am Bahnhof Griebnitzsee infrage – oder wie berichtet eine Fläche am Horstweg. Das ist Ergebnis einer nicht-öffentlichen Sitzung der Arbeitsgruppe Schulentwicklung am Donnerstagabend, bestätigten mehrere Teilnehmer den PNN. Der Standort am Griebnitzsee sei insofern attraktiv, dass dort genügend Parkplätze und eine günstige Verkehrsanbindung bestehe, hieß es weiter.

Offiziell sagte Stadtsprecherin Christine Homann auf PNN-Anfrage, für Babelsberg seien noch mehrere Varianten in der Prüfung. Vom Tisch ist dabei ein schon im Vorfeld heftig kritisiertes Planspiel, die Goethe-Grundschule am Schulcampus in der Kopernikusstraße deutlich zu erweitern und das jetzt dort ansässige Bertha-von-Suttner-Gymnasium an das besagte Areal am Bahnhof Griebnitzsee zu verlegen – diese Idee wurde am Donnerstagabend nicht mehr weiter verfolgt. Ebenso ist ein Standort an der Glasmeisterstraße nicht mehr möglich – beziehungsweise steht seine Verfügbarkeit erst deutlich später fest, als dass er für die jetzt benötigte Schule noch infrage käme. Ab September sollen für Babelsberg übergangsweise – für fünf Jahre – Unterrichtscontainer aufgestellt werden, um die bestehende Grundschule am Humboldtring von zwei auf vier Züge zu erweitern.

Ein weitere Entscheidung steht ebenfalls fest: Die Comenius-Förderschule auf dem Brauhausberg muss nicht umziehen. Es habe eine einstimmige Empfehlung für die Erweiterung des derzeit an seine Grenzen stoßenden Standortes gegeben, hieß es von Teilnehmern des Arbeitskreises. Auch hier hatte die Schulverwaltung zunächst einen Umzug erwogen, um Platz für eine dringend benötigte Grundschule für den Bereich Teltower Vorstadt zu bekommen (PNN berichteten).

Diese zweizügige Grundschule könnte nun nahe des Humboldt-Gymnasiums an der Heinrich-Mann-Allee errichtet werden. Auch diese Variante wurde vorgestellt. Stadtsprecherin Homann bestätigte, auch für diesen Plan gäbe es noch offene Fragen, unter anderem wegen der Flächenverfügbarkeit und des Denkmalschutzes. Ein inzwischen fertiger Anbau für die Schule hatte nach massiven Bedenken des Landesdenkmalamts umgeplant werden müssen.